Entwurf einer Psychologie (1895) GW, Nachtragsband, 1987

Abfuhr 389 Diese Abfuhr stellt die Primärfunktion des Nervensystems dar
Abwehr, normale Wir vermeiden, an das zu denken, was Unlust erweckt (443) und wir tun dies, indem wir die Gedanken auf anderes richten.
Abwehr, pathologische (443) Hysterische Verdrängung, Symbolbildung (A ersetzt B) ist jene Leistung, welche über die normale Abwehr hinausgeht (443). Ersatz peinlicher Erinnerungen (Unlust) durch Symbolbildung (443). Zweite Bedingung für die pathologische Abwehr: Sexualität (443).
Abwehr, primäre (Verdrängung) (415) Feindliches Erinnerungsbild wird stets so bald als möglich von der Besetzung verlassen. Denkströmung kehrt um, sobald sie auf ein Neuron stösst, dessen Besetzung Unlust entbindet (425). Normale Abwehr (449).
Affekt (413) Reproduktion des eigentlichen Schmerzerlebnisses (äussere Q), die die Erinnerung besetzt. (Affekt anstatt Schmerz)
Aktion, spezifische (389) Um diese Aktion, die spezifisch genannt zu werden verdient, zu vollführen. (410) Ein erfahrenes Individuum, ein hilfloses Individuum.
Apparat φψω [Phi-Psi-Omega] (405).
Assoziation 411 Nun gibt es ein Grundgesetz der Assoziation durch Gleichzeitigkeit, welches sich bei der reinen ψ-Tätigkeit, beim reproduzierenden Erinnern betätigt und das die Grundlage aller Verbindungen zwischen den ψ-Neuronen ist.
Assoziationszwang Zwei gleichzeitig vorhandene Besetzungen müssen in Verbindung gebracht werden (433). [Attentat in der französischen Kammer: nach jeder guten Rede eines Deputierten werde als Beifallszeichen geschossen].
Aufmerksamkeit Die psychische Situtation des Erwartungszustandes auch für solche Wahrnehmungen herstellen, die nicht mit Wunschbesetzungen zusammenfallen. (431) Denkinteresse kommt zur Phi-Besetzung einer Wahrnehmung ein ψ [Psi] Beitrag (Aufmerksamkeit) hinzu? Den Mantelneuronen, welche W von φ [Phi] her empfangen, wird eine beständige, wenngleich verschiebbare Besetzung entgegengeschickt. (450) Mechanismus, bestes Werkzeug keine Affektbindung zuzulassen, weil es damit einen Primärvorgang zulässt.
Aufmerksamkeit, psychische Besetzung derselben Neurone, welche Träger der Omega-Besetzung sind.
Bahnung (392) Differenzierung im Protoplasma, damit besseres Leitungsvermögen für fernere Leitungen.394 Worin die Bahnung sonst besteht, bleibt dahingestellt.
Bedürfnis 389 Die grossen Bedürfnisse Atem, Hunger, Sexualität. Diesen Bedürfnissen kann sich der Organismus nicht entziehen wie den Aussenreizen, er kann ihre Q nicht zur Reizflucht verwenden.
Befriedigungserlebnis 410, Wiederholungen > Begierdezustand > Wunsch-/ Erwartungszustand, 452, Denken. (411) Das hilfreiche Individuum leistet die Arbeit der spezifischen Aktion für das hilflose > ergibt Befriedigungserlebnis.411 Das Ganze stellt dann ein Befriedigungserlebnis dar, welches die eingreifendsten Folgen für die Funktionsentwicklung des Individuums hat.
Begierde (415) Die Besetzung des freundlichen Er-Bildes im Begierdezustand. Übersteigt an Qἠ [Q eta] diejenige bei blosser Wahrnehmung.
Besetzung Vorstellung, (452) Neurone durch Wunsch vorbesetzt (452). Erste Stelle in Studien über Hysterie.
Bewegungsbild Eingeschaltet zwischen Neuron c und Neuron b. (411) Bewegung > Nebenfolgen > sensible Nachrichten (Haut/ Muskeln) > Bewegungsbild in ψ [Psi].
Bewusstsein (400) Das Qualitätsproblem, Rätsel. Gibt Qualitäten (401), dargestellt durch ω [Omega] Neurone (404). Sinnliche Qualitäten und Lust-/Unlusterfahrungen (404)). 411 Wir erfahren, dass das Bewusstsein, also die quantitative Besetzung von einem ψ Neuron α, auf ein zweites, β, übergeht. (435) Liefert im Traum so ungestört die Qualität wie im Wachen. Dies zeigt, dass Bw nicht am Ich haftet, sondern Zutat zu allen ψ [Psi] Vorgängen werden kann. (437) Dass das Bw während eines Qἠ [Q eta] Ablaufs entsteht, d.h. nicht durch eine konstante Besetzung geweckt wird, ... schliesst gewissermassen an ein ruhigeres Verweilen der Besetzung an.
biologisch genetisch, durch seinen Überlebenswert für die Spezies determiniert, 398.
Denkakt (423) Differenz zwischen Wunschbesetzung (N a + N b) und Wahrnehmungsbesetzung (N a + N c), Denkarbeit, Denkvorgang. Besetzung von ψ [Psi] Neuronen mit Abänderung des Bahnungszwangs durch Seitenbesetzung vom Ich aus (429).
Denken (429) Begleitet von einem leisen Strom motorischer Innervation. (430) Spuren der Denkvorgänge.
Denken (429) Begleitet von einem leisen Strom motorischer Innervation. (430) Spuren der Denkvorgänge. 450 Das „Überlegen“ ist eine zeitfordernde Tätigkeit des Ich, die bei starkem Qη im Affektnieveau nicht statthaben kann.
Denken, praktisches (466) Nicht uneigennützig. Festhaltung einer Wunschbesetzung, Verfolgung einer zweiten auftauchenden Wahrnehmungsbesetzung unter Aufmerksamkeit. Es gibt die biologische Abwehrregel (472). Im theoretischen / erkennenden Denken wird diese Regel nicht mehr beachtet (472). Ursprung aller Denkvorgänge (473).
Denken, bewusstes 464) Einfälle ins Bewusstsein. Gemeines Denken, unbewusst, mit gelegentlichen Einfällen ins Bewusstsein, sogenanntes bewusstes Denken mit ubw. Mittelgliedern, die aber bewusst gemacht werden können. Erweckung der Sprachzeichen ist nicht der einzige Weg, Bewusstsein zu erwecken.
Denken, erinnerndes (469) Verfolgt einen gegebenen Denkvorgang in umgekehrter Richtung, etwa bis auf eine Wahrnehmung zurück. Ist nachträglich bewusst zu machen (470).
Denken, erkennendes Den Sprachzeichen (Denkabfuhrzeichen) zugewendet. (462) Auch beobachtendes Denken. Unterscheidet sich vom Erwartungsvorgang dadurch, dass die Wahrnehmungen nicht auf Wunschbesetzungen fallen. Das Denken mit Besetzung der Denkrealitätszeichen oder Sprachzeichen ist also die höchste, sicherste Form des erkennenden Denkvorganges (464). (472) Theoretisches Denken, die mit Unlust behafteten Denkwege werden nicht ausgeschieden, alle Wege sollten erkannt werden.
Denken, kritisches oder nachprüfendes Dies ist dadurch veranlasst, dass trotz Beachtung aller Regeln der Erwartungsvorgang mit nachfolgender spezifischer Aktion anstatt zur Befriedigung zur Unlust führt. Sucht einen Denkfehler oder einen psychologischen Mangel nachzuweisen. Es ist ein erkennendes Denken mit gegebenem Objekt, einer Denkreihe nämlich. Intellektuelle Unlust des Widerspruchs (476).
Denken, praktisches (466) Nicht uneigennützig. Festhaltung einer Wunschbesetzung, Verfolgung einer zweiten auftauchenden Wahrnehmungsbesetzung unter Aufmerksamkeit. Es gibt die biologische Abwehrregel (472). Im theoretischen / erkennenden Denken wird diese Regel nicht mehr beachtet (472). Ursprung aller Denkvorgänge (473).
Denken, prüfendes Praktisches Denken.
Denken, reproduzierendes (425) Herstellen von Identität (Neuron c > Neuron b, Abfuhr). Es hat einen praktischen Zweck. Erinnern > wünschen, verlangen, erwarten (vgl. Studien: S.240). Eine Bahnung zwischen den Kernneuronen ψ [Psi] und den Erinnerungsbildern.
Denkfälschung (464) Ziel- oder Wunschbesetzung beeinflussen den Assoziationsablauf, geben eine falsche Kenntnis von W.
Ding, das Eine Wunschbesetzung: Neuron a + Neuron b, Neuron a: das Ding (konstanter Wahrnehmungsbestandteil), Neuron b (inkonstanter Bestandteil: Tätigkeit, Eigenschaft, Prädikat). Reste, die sich der Beurteilung entziehen. Der Komplex des Nebenmenschen. a) Konstantes Gefüge (426), unassimilierbarer Teil (457): das Ding. b) Durch Erinnerungsarbeit verstanden, d.h. auf Nachrichten vom eigenen Körper zurückgeführt (426).
Drang 410 Die Erfüllung der Kern-Neurone in Ψ wird ein Abfuhrstreben, einen Drang zur Folge haben, der sich nach motorischem Weg hin entlädt.
Einheit, psychologische (473) Durch eine Neuroneneinheit im Denkablauf vertreten.
Entbindung 413 Den Mechanismus dieser Entbindung kann man sich nur in folgender Weise vorstellen:
Erinnerungsbild a) Bewegungsbild (411), b) Objekterinnerungsbild und Wunschbelebung (412): Das Wunschobjekt (415), c) Erinnerungsbild des feindlichen Objektes (420) Vorstellung.
Erinnerungsspur (442)
Erkennen (426) Am Nebenmenschen lernt der Mensch erkennen. Erkennen ist die Zerlegung des Komplexes des Nebenmenschen: a) Ding (konstantes Gefüge) b) Durch Erinnerungsarbeit verstandener Teil. Erkennen führt auf das Urteil.
Erkennende, das (Nachricht vom eigenen Körper) sucht eine Identität mit einer Körperbesetzung.
Gedächtnis Bahnungen zwischen den ψ [Psi] Neuronen. Die Darstellung aller Beeinflussungen, die ψ [Psi] von der Aussenwelt erfahren hat. Sprachabfuhrzeichen sichern die Denkvorgänge. 391 ganz allgemein die Fähigkeit, durch einmalige Vorgänge dauernd verändert zu werden 392 So entstand die gangbare Scheidung von „Wahrnehmungszellen“ und „Erinnerungszellen“ 392 solche, deren Kontaktschranken sich geltend machen, so dass sie Qἠ nur schwer oder partiell durchlassen. Solche können nach jeder Erregung in anderem Zustand sein als vorher, ergeben also eine „Möglichkeit“, das Gedächtnis darzustellen. 392 Das Gedächtnis ist dargestellt durch die zwischen den ψ Neuronen vorhandenen Bahnungen.
Halluzination 412 Ich zweifle nicht, dass diese Wunschbelebung zunächst dasselbe ergibt wie die Wahrnehmung, nämlich eine Halluzination. Wird daraufhin die reflektorischen Aktion eingeleitet, so bleibt die Enttäuschung nicht aus.
Hauptsatz 388 Erster Hauptsatz [Die quantitative Auffassung] 390 Zweiter Hauptsatz [Die Neuronentheorie]
Hemmung (416) Leistung der Organisation „Ich“. Hemmung der Wunschbesetzung des Objekts (H), schwächt diese Besetzung (nicht intensiv genug) > kein Qualitätszeichen (422). Es ist demnach die Ichhemmung, welche ein Kriterium zur Unterscheidung zwischen Wahrnehmung und Erinnerung ermöglicht (421).
Hilflosigkeit 411 Diese Abfuhrbahn gewinnt so die höchst wichtige Sekundärfunktion der Verständigung, und die anfängliche Hilflosigkeit des Menschen ist die Urquelle aller moralischen Motive.
Ich, das ¹ (416) Zustand von ψ [Psi], eine Organisation in ψ [Psi], die Q-Abläufe stört. Konstante Besetzung. Sekundäre Funktion (Vorratsträger). Das Ich kann sich ausweiten (416). Ein bleibender, ein wechselnder Bestandteil. Beeinflusst Wiederholung von Schmerzerlebnissen und Affekten durch Hemmung (416) . Hemmt psychische Primärvorgänge (417). Eine Seitenbesetzung, wirkt als Hemmung für den Qἠ [Q eta] Ablauf (417).
Ich-Kern Zwischen Kern des Ich und konstantem Wahrnehmungsbestandteil besteht Ähnlichkeit.
Ich-Schranken (460) Gegen Motilität, Wunsch gerichtet. Die Ich-Schranken garantieren das konstante Niveau der Ichbesetzung.
Identitätszustand (424) Überführung von Neuron a + Neuron c in Neuron a + Neuron b. Wandernde Besetzung mündet in Neuron b ein. Ziel und Ende aller Denkvorgänge, Ueberführung einer von aussen stammenden Besetzungsquantität Qἠ [Q eta] in ein vom Ich aus besetztes Neuron.
Kontaktschranken 391 Die Widerstände sämtlich in die Kontakte zu versetzen, die hierdurch den Wert von Schranken erhalten. Die Annahme der Kontaktschranken ist fruchtbar nach vielen Richtungen.
Leitung, endogene 408 411
Leitung, sensible (407) ψ [Psi], verzweigt sich fortwährend.
Leitungsvermögen 391 Das Leitungsvermögen an die Differenzierung zu knüpfen
Lust (404) Die Abfuhr-Empfindung.
mechanisch automatisch, von gleichzeitig wirksamen physischen Ereignissen bestimmt (398).
Mechanismus, psychischer Triebfeder: Leitungen vom Körperinnern, ψ [Psi] ist diesen Q schutzlos ausgesetzt, endogene Reize (408).
Motilität (404)
nachträglich eine Erinnerung wird verdrängt, die nachträglich zum Trauma geworden ist (448).
Nachträglichkeit (447)
Nebenmensch (426) Ein Objekt, das die W liefert und dem Subjekt ähnlich ist. Ist das erste Befriedigungsobjekt, im fernern das erste feindliche Objekt. Die einzige helfende Macht.
Neuron, besetzt (390) Mit gewisser [Q eta] Qἠ erfüllt (andere Male leer: nicht besetzt). Strömung, die von Zellleib oder -fortsätzen zum Axenzylinder gerichtet ist (390).
Neurone, "sekretorische" 413 muss es „sekretorische“ Neurone geben, „sekretorische“ die, wenn sie erregt sind, im Körperinnern entstehen lassen, was auf die endogenen Leitungen nach ψ als Reiz wirkt, die also die Produktion endogener Qἠ beeinflussen, somit nicht Qἠ abführen, sondern auf Umwegen zuführen. Diese sekretorischen Neurone wollen wir „Schlüsselneurone“ heissen. Sie werden offenbar erst bei gewissem Niveau in ψ erregt.
Not 390 die Not des Lebens 393 Durch die Not des Lebens gezwungen, hat das Nervensystem sich einen Qἠ-Vorrat anlegen müssen.
Omega ω (401) Das Qualitätsproblem, wird bei der Wahrnehmung miterlebt, bei der Reproduktion nicht. Es gibt ein Anders (Reihen, Aehnlichkeiten) dessen ω [Omega] Erregungszustände sind bewusste Empfindungen. Auch mit Qἠ [Q eta] besetzt. ω [Omega] Neurone wie Wahrnehmungsorgane (Flüchtigkeit der Eindrücke, kein Gedächtnis). Durchlässigkeit, volle Bahnunug. Die Periode hat eine Bedeutung (Q als Funktion der Zeit). Übernehmen nur geringste Q (402), dafür aber die Periode. Bewusstsein? (403). Keine direkte Verknüpfung mit φ [Phi] (404). Biologischer Wert? (404). Qualitätszeichen (Realitätszeichen, 451), erregt in ω [Omega] Bewusstsein einer Qualität, 451, gibt Nachricht nach ψ [Psi].
Parallelismus, psychophysischer (403) Bewusstseinstheorien. Versucht uns bekannte Eigenschaften des Bewusstseins durch parallel veränderliche Vorgänge in den ω [Omega] Neuronen zu decken
Phi φ Neuronensystem. Durchlässig (keinen W leistend, nichts retinierendes) Neuron. Dient der Wahrnehmung (392). Nervenendapparate (398): Q-Schirme. Besorgt Abfuhr (401).
Primärfunktion Die Bahnungen dienen der Primärfunktion (393). Ein primäres Nervensystem erhält sich reizlos. Die Abfuhr stellt die Primärfunktion des Nervensystems dar (389).
Primärvorgänge ψ [Psi] Primärvorgang (430). Die Wunschbesetzung bis zur Halluzination, die volle Unlustentwicklung, die vollen Abwehraufwand mit sich bringt, bezeichnen wir als psychischen Primärvorgang (422). (433) Alltäglich während des Schlafs. Bedingung ist die Ich-Entladung (431).
Proton pseudos, hysterisches (450) Die Aufmerksamkeit ist auf W eingestellt, welche sonst zur Unlustentbindung Anlass geben. Hier ist kein W, sondern die Erinnerung, die unvermuteterweise Unlust entbindet und das Ich erfährt davon zu spät, es hat einen Primärvorgang zugelassen, weil es keinen erwartete.
Protoplasma 389 Erbe der allgemeinen Reizbarkeit des Protoplasmas mit der reizbaren Aussenfläche [vgl. Jenseits des Lustprinzips]
Psi ψ Neuronensystem . Undurchlässige (mit W behaftete und Qἠ [Q eta] zurückhaltende) Neurone, die Träger des Gedächtnisses, wahrscheinlich also der psychischen Vorgänge überhaupt. Kontaktschranken geraten in einen dauernd veränderten Zustand. Das Gedächtnis sei dargestellt durch die Unterschiede in den Bahnungen zwischen den ψ [Psi] iNeuronen (393). Alles psychische Erwerben bestünde in der Gliederung des ψ [Psi] Systems (394). Topische Aufhebung des Widerstandes (394). Differenzierung von ψ [Psi] und φ [Phi] durch Grösse von Q. Es gibt Vorgänge, die sich ausschliesslich in ψ [Psi] vollziehen (Erinnern, Reproduzieren). Besteht aus Mantelneuronen (von φ [Phi] aus besetzt) und Kernneuronen (von endogenen Leitungen) (408).
Psychologie, naturwissenschaftliche 391 Eine irgend beachtenswerte psychologische Theorie muss eine Erklärung des „Gedächtnisses“ liefern.
Q Das, was Tätigkeit und Ruhe unterscheidet. Dem allgemeinen Bewegungsgesetz unterworfen (387), fliessend (388). Gebundener / beweglicher Zustand a) Dem allgemeinen Bewegungsgesetz unterworfen, etwas Materielles (387). b): „Psychische Energie“, nervöse Energie, indifferente psychische Energie. c) Grenzbegriff zwischen Seelischem und Somatischem.
Q-Schirme (398) Die Nervenendapparate (401) lassen nur Quotienten durch.
quanitativ 388 die quantitative Auffassung
Realitätszeichen (420) ω [Omega] liefert das Realitätszeichen (Unterscheidung von W oder Er (bzw. Vorstellung), durch ω [Omega-]Abfuhr (421)
Regeln, die zwei biologischen (462) a) Die primäre Abwehr: Die Nichtbesetzung durch Unlustdrohung b) Die biologische Aufmerksamkeitsregel für das Ich: Wenn ein Realitätszeichen auftritt, so ist die gleichzeitig vorhandene Wahrnehmungsbesetzung überzubesetzen.
Reize, endogene (389) Mit der steigenden Komplexität des Innern (des Organismus) nimmt das Nervensystem Reize auf aus dem Körperelement selbst, endogene Reize, die gleichfalls abgeführt werden.
Schlaf (431) Idealzustand der Trägheit, des Qἠ [Q eta]-Vorrats entledigt (ermöglicht psychische Primärvorgänge). (434) Dass er das ganze Verhältnis umkehrt, die motorische Abfuhr von ψ [Psi] aufhebt, die rückläufige nach φ [Phi] ermöglicht.
Schmerz (399) Versagen der Nervenendeinrichtungen. Hereinbrechen grosser Q nach ψ [Psi] (399): Schmerzflucht. Besteht in der Q-Aktion höherer Ordnung (399). Wie wenn der Blitz durchgeschlagen hätte: dauernde Bahnungen (400). Schafft Leitungswege. Durch das Schmerzerlebnis erhält das Er- Bild des feindlichen Objekts eine vortreffliche Bahnung zu Schlüsselneuronen, die im Affekt Unlust entbinden (414). (462) Übergrosse Q durchbrechen die Schirmvorrichtungen in φ [Phi]. Von ω [Omega] als Unlust empfunden. Besetzung des Erinnerungsbildes des Objekts, verbunden mit Unlust, nicht mehr mit Schmerz. 413 dass der Schmerz eine besondere Qualität hat, die sich neben der Unlust geltend macht.
Schmerzerlebnis 412 übergrosse Q die Schirmvorrichtungen in φ durchbrechen, also im Falle des Schmerzes [Reizschutz].
Sekundärfunktion (389) Unter den Abfuhrwegen werden solche bevorzugt, mit denen Aufhören des Reizes verbunden ist: Reizflucht. Durch die Not des Lebens aufgedrängt (390). 391 Die Aufspeicherung von Qἠ verlangt.
Sekundärvorgänge (390) Alle Leistungen des Nervensystems sind entweder unter den Gesichtspunkten der Primärfunktion oder der Sekundärfunktion, die durch die Not des Lebens aufgedrungen ist, zu bringen. Hingegen jene Vorgänge, welche allein durch gute Besetzung des Ich ermöglicht werden und Mässigung der obigen darstellen, werden als psychische Sekundärvorgänge bezeichnet (422). Die Bedingung ist eine richtige Verwendung des Realitätszeichens, die nur bei Ich-Hemmung möglich ist. (429) Eine Wiederholung des ursprünglichen ψ [Psi] Ablaufs auf niedrigerem Niveau, mit geringeren Quantitäten.
Signal (472) Es entsteht also die primäre Denkabwehr, welche im praktischen Denken die Unlustentbindung zum Signal nimmt.
Sprachabfuhrzeichen (463) Auch Realitätszeichen der Denkrealität. Denkrealitätszeichen (Sprachzeichen) (464).
Sprachassoziation (455) Verknüpfung ψ [Psi] Neurone mit Neuronen, welche Klangvorstellungen dienen.
Summation (409) ψ [Psi]-Leitungen erfüllen sich durch Summation bis sie durchlässig werden. Gilt für kleine Quantitäten. Die Summation überwindet die Widerstandskonstante (410).
Symbol (440) Die Reproduktion dieses Ereignisses in der Erinnerung hat sich so gestaltet, als ob A an die Stelle von B getreten wäre. A ist das Substitut, das Symbol für B geworden.
Symbolbildung Eigentümliche Art der Q-Bewegung (444) ... Bewegende Kraft ist die Abwehr des Ich (444), ein Ichvorgang.
Topik (408) Den anatomischen Verhältnissen nach stehen nur die einzelnen Sinnesorgane durch φ [Phi] nur mit bestimmten ψ [Psi] Neuronen im Verkehr.
Trägheit 388 Das Prinzip der Trägheit erklärt zunächst die Bauzwiespältigkeit 388 gibt das Motiv für Reflexbewegung 389 wird von Anfang an durchbrochen durch ein anderes Verhältnis 390 ist das Nervensystem gezwungen, die ursprüngliche Tendenz zur Trägheit, d.h. zum Niveau = 0, aufzugeben.
Trauma Schmerzerlebnis (450).
Trauma, sexuelles Affektentbindung.
Träume (431) Ähnlichkeit der Traumvorgänge mit den Psychoneurosen in bezug auf die pathologischen Mechanismen. (433) ψ [Psi]-Vorgänge: Die Träume mit vielen unverstandenen Charakteren. Bei vollständiger Ich-Entladung müsste der Schlaf traumlos sein. (435) Sinn und Zweck: Wunscherfüllung, also Primärvorgänge nach den Befriedigungserlebnissen.
Übertragung (407) zwischen Neuronen.
unbewusst (400) Die Neuronenvorgänge. (413) Vom Bewusstsein ausgeschlossen: vom Denkvorgang ausgeschlossen. (446) Emmi: Szene I (Kommiss), Szene II (Greissler).
Unlust (404) Tendenz des psychischen Lebens, Unlust zu vermeiden. Primäre Trägheitstendenz (404). Unlust: Erhöhung des Qἠ [Q eta]-Niveaus (404), die Omega-Empfindung bei Qἠ-Steigerung in ψ [Psi]. Lust und Unlust: die Empfindung der eigenen Besetzung (404) in ω [Omega]. ω [Omega] und ψ [Psi]: kommunizierende Gefässe (404). (461) Das einzige Erziehungsmittel.
Urteil Primärvorgang für das Urteilen: Imitation (Innervation), Mitleid (Schmerz). Ist ursprünglich ein Assoziationsvorgang zwischen von aussen kommenden und vom eigenen Körper stammenden Besetzungen (429): Identifizierung von φ [Phi] und Binnennachrichten oder Besetzungen. (426), (473) Abgespaltener Denkvorgang. Teilweises Zusammenfallen der ω [Omega]-Nachrichten mit Nachrichten vom eigenen Körper. Konstanter, unverstandener Teil (das Ding); wechselnder, verstandener Bestandteil: die Eigenschaft oder Bewegung des Dings. Zerlegung des Wahrnehmungskomplexes in einen Bestandteil Neuron a (gleichbleibend) und in einen zweiten Neuron b (variierend) (423). Das Beurteilen: Mittel, aus der real gegebenen Wahrnehmungssituation auf die gewünschte zu gelangen (427).
Verdrängung, hysterische 444) Mit Hilfe der Symbolbildung, (A statt B), der Verschiebung auf andere Neurone. Einzig sexuelle Motive unterliegen der Verdrängung. Nachträglichkeit (446) Pathologischer Vorgang (447).
Verständigung 410 Diese Abfuhrbahn gewinnt so die höchst wichtige Sekundärfunktion der Verständigung, und die anfängliche Hilflosigkeit des Menschen ist die Urquelle aller moralischen Motive. 411 Das Ganze stellt dann ein Befriedigungserlebnis dar, welches die eingreifendsten Folgen für die Funktionsentwicklung des Individuums hat.
Vorgänge, psychische 392 undurchlässige (mit Widerstand behaftete und Qἠ zurückhaltende) Neurone, die Träger des Gedächtnisses, wahrscheinlich also der psychischen Vorgänge überhaupt sind.
Widerstand (391) Setzt sich der Abfuhr entgegen. Die Widerstände werden in die Kontakte versetzt (392): Kontaktschranken. Gegen die Denkarbeit mit B. Man darf ohne weiteres in diesem Widerstand gegen B das Mass des Zwanges sehen, den A ausübt und darf glauben, dass man die Kraft, welche seinerseits B verdrängt hat, hier neuerdings bei der Arbeit sieht (442).
Wille 411) Abkömmling der Triebe. Entsteht in Kernneuronen. Antrieb (410). Drang.
Wissenschaftstheorie 387 Absicht, eine naturwissenschaftliche Psychologie zu liefern, d.h. psychische Vorgänge darzustellen als quantitativ bestimmte Zustände aufzeigbarer materieller Teile [und sie] damit anschaulich und widerspruchsfrei zu machen. 388 Sie ist direkt pathologisch-klinischer Beobachtung entnommen 388 ein Versuch, das hier Erkannte zu verallgemeinern, schien nicht unstatthaft. 392 So entstand die gangbare Scheidung von „Wahrnehmungszellen“ und „Erinnerungszellen“, die sich aber sonst in nichts einfügt und selbst sich auf nichts berufen kann. 394 All dies bleibt späteren Anpassungen der Theorie an die psychischen Tatsachen vorbehalten.
Zielbesetzung (464) Wunschbesetzung.
 
* sofern nichts anderes vermerkt beziehen sich alle Seitenzahlen auf die "Freud-Studienausgabe"
in 10 Bänden (mit Ergänzungsband), Frankfurt a. Main, 1982
¹ Erwähnung "avant la lettre"
² Erwähnung der Sache nach (implizit), ohne Begriffsnennung im betreffenden Freud-Text