Die endliche und die unendliche Analyse (1937) Ergänzungsband

Abwehrkampf 361
Abwehrkonflikt 379 Unter dem Einfluss der Unlustregungen, die durch das neuerliche Abspielen der Abwehrkonflikte verspürt werden, können jetzt negative Übertragungen die Oberhand gewinnen.
Abwehrmechanismen 376 das Buch von Anna Freud hat uns einen ersten Einblick in ihre Mannigfaltigkeit und vielseitige Bedeutung gestattet 377 Abwehrmechanismen dienen der Absicht, Gefahren abzuhalten. 377 sie selbst zu Gefahren werden können. 377 werden regelmässige Reaktionsweisen des Charakters 378 die Abwehrmechanismen durch immer weitergreifende Entfremdung von der Aussenwelt und dauernde Schwächung des Ichs den Ausbruch der Neurose vorbereiten 378 diese Reaktionswiesen auch während der analytischen Arbeit wiederholt 378 legen vielmehr die eine Hälfte unserer analytischen Aufgabe fest. 378 die Abwehrmechanismen gegen einstige Gefahren in der Kur als Widerstände gegen die Heilung wiederkehren. 379 gibt es wirklich einen Widerstand gegen die Aufdeckung von Widerständen, und die Abwehrmechanismen verdienen wirklich den Namen, mit dem wir sie anfänglich bezeichnet haben, ehe sie genauer erforscht wurden. 379 es sind Widerstände nicht nur gegen die Bewusstmachung der Es-Inhalte, sondern auch gegen die Analyse überhaupt und somit gegen die Heilung. 380 die Eigenheiten des Ichs, die wir als Widerstände zu spüren bekommen, ebensowohl hereditär bedingt als in Abwehrkämpfen erworben sein können.
Analyse, persönliche 388 In der Eigenanalyse, mit der er seine Vorbereitung für s. zukünftige Tätigkeit beginnt. 388 kann diese nur kurz und unvollständig sein, ihr hauptsächlicher Zweck ist, dem Lehrer ein Urteil zu ermöglichen, ob der Kandidat zur weiteren Ausbildung zugelassen werden kann. [Lehranalytiker-System] Ihre Leistung ist erfüllt, wenn sie dem Lehrling die sichere Überzeugung von der Existenz des Unbewussten bringt, ihm die sonst unglaubwürdigen Selbstwahrnehmungen beim Auftauchen des Verdrängten vermittelt und ihm an einer ersten Probe die Technik zeigt, die sich in der analytischen Tätigkeit allein bewährt hat. 388 Die in der Eigenanalyse erhaltenen Anregungen mit deren Aufhören nicht zu Ende kommen, dass die Prozesse der Ichumarbeitung sich spontan beim Analysierten fortsetzen und alle weiteren Erfahrungen in dem neu erworbenen Sinn verwenden werden.
Analytiker 387 die Analytiker in ihrer eigenen Persönlichkeit nicht durchwegs das Mass von psychischer Normalität erreicht haben, zu dem sie ihre Patienten erziehen wollen. 387 Analytiker sind Personen, die eine bestimmte Kunst auszuüben gelernt haben und daneben Menschen sein dürfen wie andere auch. Analytiker infolge der besonderen Bedingungen der analytischen Arbeit durch seine eigenen Defekte wirklich darin gestört wird, die Verhältnisse des Patienten richtig zu erfassen 387 vom Analytiker als Teil seines Befähigungsnachsweises ein höheres Mass von seelischer Normalität und Korrektheit fordert; dazu kommt noch, dass er auch eine gewisse Überlegenheit benötigt, um auf den Patienten in gewissen analytischen Situationen als Vorbild, in anderen als Lehrer zu wirken. 388 unserer aufrichtigen Anteilnahme zu versichern, dass er bei der Ausübung seiner Tätigkeit so schwere Anforderungen erfüllen soll. Es hat beinahe den Anschein, als wäre das Analysieren der dritte jener „unmöglichen“ Berufe, in denen man des ungenügenden Erfolgs von vornherein sicher sein kann. Die beiden anderen … sind das Erziehen und das Regieren. 388 dass der zukünftige Analytiker ein vollkommener Mensch sei, ehe er sich mit der Analyse beschäftigt hat, also dass nur Personen von so hoher u. so seltener Vollendung s. diesem Beruf zuwenden, kann man offenbar nicht verlangen. 388 Das geschieht auch wirklich, und soweit es geschieht, macht es den Analysierten tauglich zum Analytiker. 388 bedauerlich, dass unter Analytikern noch anderes geschieht. … Feindsseligkeit auf der einen, Parteilichkeit auf der anderen Seite schaffen eine Atmosphäre, die der objektiven Erforschung nicht günstig ist. 389 Jeder Analytiker sollte periodisch, etwa nach Verlauf von fünf Jahren, sich wieder zum Objekt der Analyse machen, ohne sich dieses Schrittes zu schämen. Das hiesse also, auch die Eigenanalyse würde aus einer endlichen eine unendliche Aufgabe, nicht nur die therapeutische Analyse am Kranken. 389 Analogie mit der Wirkung der Röntgenstrahlen … es wäre nicht zu verwundern, wenn durch die unausgesetzte Beschäftigung mit all dem Verdrängten, was in er menschlichen Seele nach Befreiung ringt, auch beim Analytiker alle jene Triebansprüche wachgerüttelt würden, die er sonst in der Unterdrückung erhalten kann. 389 „Gefahren der Analyse“, die zwar nicht dem passiven[?], sondern dem aktiven Partner der analytischen Situation drohen 389
Ätiologie 361 Die Ätiologie aller neurotischen Störungen ist ja eine gemischte, … überstarke, also gegen die Bändigung durch das Ich widerspenstige Triebe, oder um die Wirkung von frühzeitigen, d.h. vorzeitigen Traumen, deren ein unreifes Ich nicht Herr werden konnte. … Zusammenwirken beider Momente, des konstitutionellen und des akzidentellen.
Bändigung 365 „Bändigung“ des Triebes… in die Harmonie des Ichs
Beziehung 363 nicht jede gute Beziehung zwischen Analytiker und Analysiertem, während und nach der Analyse, als Übertragung einzuschätzen.
Biologie 392 für das Psychologische spielt das Biologische wirklich die Rolle des unterliegenden gewachsenen Felsens.
Biopsychische, das 386
Bündnis 379 das der analytischen Arbeit unerschütterliche Bündnistreue zusichert. [therapeutisches Bündnis]
Charakteranalyse 390 in therapeutischen ebenso wie in Charakteranalysen
Destruktionstrieb 382 die wir nach in ihren Zielen Aggressionstrieb oder Destruktionstrieb heissen und von dem ursprünglichen Todestrieb der belebten Materie ableiten. 384 Die dualistische Theorie, die einen Todes- und einen Destruktions- oder Aggressionstrieb als gleichberechtigten Partner neben den in der Libido sich kundgebenden Eros hinstellen will, im allgemeinen wenig Anklang gefunden und sich auch unter Psychoanalytikern nicht eigentlich durchgesetzt hat. 386 auch haben wir das Prinzip des „Streites“ gewissermassen biologisch unterbaut, indem wir unseren Destruktionstrieb auf den Todestrieb zurückführten, den Drang des Lebenden, zum Leblosen zurückzukehren.
Differenz 390 Differenz der Geschlechter [Ersterwähnung] 391 in beiden Fällen das Gegengeschlechtliche, das der Verdrängung verfällt.
Doppelstunden 362 Fn [Freud und Ferenczi]
Empedokles 385 jener Lehre des Empedokles, die der psa Triebtheorie so nahe kommt 385 es zwei Prinzipien des Geschehens im weltlichen wie im seelischen Leben gibt, die in ewigem Kampf miteinander liegen. Er nennt sie philia – Liebe – und neikos – Streit. 384 Die eine dieser Mächte … strebt danach, die Ur-Teilchen der vier Elemente zu einer Einheit zusammenzuballen, die andere im Gegenteil will all diese Mischungen rückgängig machen. 386 Die beiden Grundprinzipien des Empedokles – philia und neikos – sind dem Namen wie der Funktion nach das gleiche wie unsere beiden Urtriebe Eros und Destruktion
Ende 360 natürliches Ende einer Analyse 360 Die Analyse ist beendigt, wenn Analytiker und Patient sich nicht mehr zu einer analytischen Arbeitsstunde treffen. 360 der Patient nicht mehr an seinen Symptomen leidet und seine Hemmungen überwunden hat. … der Analytiker urteilt, es sei beim Kranken so viel Verdrängtes bewusstgemacht, so viel Unverständliches aufgeklärt, so viel innerer Widerstand besiegt worden, dass man die Wiederholung der betreffenden pathologischen Vorgänge nicht zu befürchten braucht. 360 besser von einer unvollständigen als von einer unvollendeten Analyse. 360 als ob man durch Analyse ein Niveau von absoluter psychischer Normalität erreichen könnte, dem man auch die Fähigkeit zutrauen dürfte, sich stabil zu erhalten 361 Nur in einem solchen Falle kann man von einer endgültig beendeten Analyse sprechen [im vorliegenden traumatischen Fall]. 361 Ungünstige Veränderung des Ichs … Dauer ins Unabschliessbare verlängern können. 365 geringere Zahl von schwerer Leidenden blieb bei mir zu fortgesetzter, wenn auch durch kurze oder längere Pausen unterbrochenen Behandlung. 373 der Analysierte selbst kann nicht alle seine Konflikte in der Übertragung unterbringen … 373 unfreundliche Handlungen gegen den Analysierten notwendig machen, und durch diese schädigt man die zärtliche Einstellung zum Analytiker, die positive Übertragung, die das stärkste Motiv für die Beteiligung des Analysierten an der gemeinsamen analytischen Arbeit ist. 386 „Das Problem der Beendigung der Analysen“ [Ferenczi 1927] schliesst mit den tröstlichen Versicherung, „dass die Analyse kein endloser Prozess ist, sondern bei entsprechender Sachkenntnis und Geduld des Analytikers zu einem natürlichen Abschluss gebracht werden kann“. 387 Nicht die Abkürzung sondern die Vertiefung der Analyse zum Ziel zu setzen. 389 auch die Eigenanalyse würde aus einer endlichen eine unendliche Aufgabe, nicht nur die therapeutische Analyse am Kranken. 389 habe nicht die Absicht, zu behaupten, dass die Analyse überhaupt eine Arbeit ohne Abschluss ist. 389 Die Beendigung einer Analyse ist, meine ich, eine Angelegenheit der Praxis. Jeder erfahrene Analytiker wird sich an eine Reihe von Fällen erinnern können, in denen er rebus bene gestis vom Patienten dauernden Abschied genommen hat. 389 weit weniger entfernt sich die Praxis von der Theorie in Fällen von sogenannten Charakteranalyse. Hier wird man nicht leicht ein natürliches Ende voraussehen können. 389 man wird sich nicht zum Ziel setzen, alle menschlichen Eigenarten zugungsten einer schematischen Normalität abzuschleifen oder gar zu fordern, dass der „gründlich Analysierte“ keine Leidenschaften verspüren und keine inneren Konflikte entwickeln dürfe. Die Analyse soll die für die Ichfunktionen [Ersterwähnung] günstigsten psychologischen Bedingungen herstellen 391 In seinem 1927 gehaltenen Vortrag stellt er [Ferenczi] die Forderung auf, dass jede erfolgreiche Analyse diese beiden Komplexe bewältigt haben müsste … aus eigener Erfahrung hinzufügen, dass ich Ferenczi hier besonders anspruchsvoll finde.
Entwicklung 369 jederzeit Stücke der früheren Organisation neben der neueren fortbestehen [epigenetisch]
Entwicklungsstörung 361
Erblichkeit 380 selbst bestimmte psychischen Inhalte wie die Symbolik keine anderen Quellen haben als die erbliche Übertragung, und verschiedenen völkerpsychologischen Untersuchungen wird uns nahegelegt, noch andere, ebenso spezialisierte Niederschläge frühmenschlicher Entwicklung in der archaischen Erbschaft vorauszusetzen.
Erfolg {outcome} 361 Es ist gelungen, die vorhandene neurotische Störung zu beseitigen, sie ist nicht wiedergekehrt und hat sich durch keine andere ersetzt. 361 das Ich der Patienten war nicht merklich verändert. 361 Wenn der so hergestellte Patient niemals wieder eine Störung produziert, die ihn der Analyse bedürftig macht, so weiss man freilich nicht, wie viel von dieser Immunität der Gunst des Schicksals zu danken ist, die ihm starke Belastungsproben erspart hat. 364 man dürfe heute erwarten, dass eine analytische Heilung sich als dauernd bewähre
Erziehung 375
Fels, gewachsener 392 mit dem Peniswunsch und dem männlichen Protest sei man durch alle psychologische Schichtung hindurch bis zum „gewachsenen Fels“ durchgedrungen
feminin 390 für den Mann das Sträuben gegen seine passive oder feminine Einstellung zum anderen Mann.
Ferenczi 370 ein Meister der Analyse 386 391 Die hervorragende Bedeutung dieser beiden Themen – des Peniswunsches beim Weib und des Sträubens gegen die passive Einstellung beim Manne – ist der Aufmerksamkeit Ferenczis nicht entgangen.
Gefahr 377 gegen die äussere Gefahr kann man sich eine Weile durch Flucht und Vermeidung der Gefahrsituation helfen, bis man später einmal stark genug wird, um die Drohung durch aktive Veränderung der Realität aufzuheben. 377 Aber vor sich selbst kann man nicht fliehen, gegen die innere Gefahr hilft keine Flucht, und darum sind die Abwehrmechanismen des Ichs dazu verurteilt, die innere Wahrnehmung zu verfälschen und uns nur eine mangelhafte und entstellte Kenntnis unseres Es zu ermöglichen.
Gesichtspunkt, ökonomischer 367
Heilung 380 Und als ob der Sieg wirklich meist bei den stärkeren Bataillonen wäre.
Homosexualität 384 andererseits gibt es keine grössere Gefahr für die heterosexuelle Funktion eines Mannes ls die Störung durch die latente Homosexualität.
Ich, das 361 die im Abwehrkampf erworbene ungünstige Veränderung des Ichs, im Sinne einer Verrenkung und Einschränkung.365 Harmonie des Ichs… 365 nicht mehr seine eigenen Wege zur Befriedigung geht 365(Fn) Intervention des Ichs, schmerzliche Erinnerungsbilder aufhören, affektfähig zu sein. 367 der im Ich spontan nie vorhanden ist … den wesentlichen Unterschied zwischen dem analysierten und dem nicht analysierten Menschen ausmacht. 366 lässt die Stärke des Ichs nach, durch Krankheit, Erschöpfung und dgl. 368 das gereifte und erstarkte Ich 368 … diese neuen Dämme 370 ichgerechte Bewältigungen 375 das Ich, mit dem wir einen solchen Pakt schliessen können, muss ein normales Ich sein. [Arbeitsbündnis] 375 Ein solches Normal-Ich ist, wie die Normalität überhaupt, eine Idealfiktion. 375 sein ich nähert sich dem des Psychotikers in dem oder jenem Stück, in grösserem oder geringerem Ausmass 375 dessen Triebansprüche [Es] wie äussere Gefahren zu behandeln 380 dass Es und Ich ursprünglich eins sind, und es bedeutet noch keine mystische Überschätzung der Erblichkeit, wenn wir für glaubwürdig halten, dass dem noch nicht existierenden Ich bereits festgelegt ist, welche Entwicklungsrichtungen, Tendenzen und Reaktionen es späterhin zum Vorschein bringen wird. 388 Prozesse der Ichumarbeitung [Ersterwähnung]
Ichanalyse 378 unsere therapeutische Bemühung pendelt während der Behandlung beständig von einem Stückchen Esanalyse zu einem Stückchen Ichanalyse.
Icheinschränkung 377 der dynamische Aufwand, der erfordert wird, um sie [die Abwehrmechanismen] zu unterhalten, sowie die Icheinschränkungen, die sie fast regelmässig mit sich bringen, erweisen sich als schwere Belastung der psychischen Ökonomie.
ichgerecht 390
Ichveränderung 362 diese auch ihre eigene Ätiologie hat… diese Verhältnisse noch nicht genügend bekannt sind. 375 hier viel zu fragen und zu beantworten ist 375 für die so unbestimmt gekennzeichnete „Ichveränderung“ sein 375 entweder ursprünglich oder erworben 377 in den verschiedenen Formen dieser Verfälschung kann man die Analogien zur Mannigfaltigkeit der Ichveränderung finden. 379 Die Wirkung der Abwehren im Ich … wenn wir darunter den Abstand von einem fiktiven Normal-Ich verstehen 379 wie tief eingewurzelt diese Widerstände der Ichveränderung sind 375 sein Ich nähert sich dem des Psychotikers in dem oder jenem Stück, in grösserem oder geringerem Ausmass, … an das andere Ende der Reihe wird us vorläufig ein Mass für die so unbestimmt gekennzeichnete „Ichveränderung“ sein. 379 wenn wir darunter den Abstand von einem fiktiven Normal-Ich verstehen, das der analytischen Arbeit unerschütterliche Bündnistreue zusichert. 380 Die nächste Frage wird lauten, ob alle Ichveränderung – in unserem Sinne – während der Abwehrkämpfe der Frühzeit erworben wird. … Es besteht kein Grund, die Existenz und Bedeutung ursprünglicher, mitgeborener Ichverschiedenheiten zu bestreiten. 380 das einzelne Ich von vornherein mit individuellen Dispositionen und Tendenzen ausgestattet ist
Institution 377 Institutionen, die sich über die Zeit ihrer Brauchbarkeit hinaus zu erhalten streben.
Intellektualisierung 373 Der Patient hört die Botschaft wohl, allein es fehlt der Widerhall. Er mag sich denken: „Das ist ja sehr interessant, aber ich verspüre nichts davon.“ Man hat sein Wissen vermehrt und sonst nichts in ihm verändert. Der Fall ist ungefähr derselbe wie bei der Lektüre psychoanalytischer Schriften.
Kastrationskomplex 390 die passive Einstellung wird, da sie die Annahme der Kastration voraussetzt, energisch verdrängt. 391 Die hervorragende Bedeutung dieser beiden Themen – des Peniswunsches beim Weib und des Sträubens gegen die passive Einstellung beim Manne – ist der Aufmerksamkeit Ferenczis nicht entgangen. 391 und wenn man die Männer überzeugen möchte, dss eine passive Einstellung zum Mann nicht immer die Bedeutung einer Kastration hat und in vielen Lebensbeziehungen unerlässlich ist. 392 [Fn] der Mann wehrt sich nur gegen die Passivität im Verhältnis zum Mann, nicht gegen die Passivität überhaupt. Mit anderen Worten, der „männliche Protest“ ins in der Tat nichts anderes als Kastrationsangst.
kollateral 362
Komplex 362
Konfliktneigung 380 [Ersterwähnung] ob alle Ichveränderung - in unserem Sinne – während der Abwehrkämpfe der Frühzeit erworben wird. 384 all unser Wissen vom psychischen Konflikt
konstitutionell 365 kongenital
Krisenintervention 372 wenn die pathogenen Erlebnisse der Vergangenheit angehören, so dass das Ich Distanz zu ihnen gewinnen konnten. In akut krisenhaften Zuständen ist die Analyse so gut wie nicht zu gebrauchen. Alles Interesse des Ichs wird dann von der schmerzhaften Realität in Anspruch genommen
Kurztherapie 357 von allem Anfang an Versuche unternommen, die Dauer der Analysen zu verkürzen. 357 das Tempo der analytischen Therapie der Hast des amerikanischen Lebens anzugleichen.
Leben 369 Was einmal zum Leben gekommen ist, weiss sich zäh zu behaupten. 386 Das Leben hat sich für uns scharf vom Unbelebten gesondert, wir denken nicht mehr an Vermengung und Trennung von Stoffteilchen, sondern an Verlötung und Entmischung von Triebkomponenten
Lebensneurose 359
Lehranalyse 365 geringe Zahl von schwerer Leidenden
Libido 381 „Klebrigkeit der Libido“ zuschreiben möchten. Die Prozesse, die die Kur bei ihnen einleitet, verlaufen so viel langsamer als bei anderen, weil sie sich, wie es scheint, nicht entschliessen können, Libidobesetzungen von einem Objekt abzulösen und auf ein neues zu verschieben, obwohl besondere Gründe für eine solche Besetzungstreue nicht zu finden. 381 Man begegnet auch dem entgegengesetzten Typus, bei dem die Libido besonders leicht beweglich erscheint 381 Unterschied, wie ihn der bildende Künstler verspüren mag, ob er in hartem Stein oder in weichem Ton arbeitet. 381 gewisses Mass von psychischer Trägheit 381 „Widerstand vom Es“ 382 die sogenannte Macht der Gewohnheit, der Erschöpfung der Aufnahmefähigkeit durch eine Art von psychischer Entropie erklärt.
Macht 389 dem Dichter recht gibt, der uns mahnt, wenn einem Menschen Macht verliehen wird, falle es ihm schwer, sie nicht zu missbrauchen.
Männlichkeitswunsch 391 der M. im Unbewussten erhalten geblieben ist und von der Verdrängung her seine störenden Wirkungen entfaltet. [bei der Frau]
Masochismus 383 schon die psychische Beeinflussung des einfachen Masochismus stellt unser Können auf eine harte Probe.
Mechanismus 370
Menopause 366
Metapsychologie 366 „so muss denn doch die Hexe dran“ 366 Spekulieren und Theoretisieren – beinahe hätte ich gesagt: Phantasieren – 366 die Auskünfte der Hexe auch diesmal weder sehr klar noch sehr ausführlich.
Nachverdrängung 368 neue Konflikte werden durch Nachverdrängung erledigt
Penisneid 390 Die beiden einander entsprechenden Themen sind für das Weib der Penisneid – das positive Streben nach dem Besitz eines männlichen Genitales 391 leidet man mehr unter dem bedrückenden Gefühl, erfolglos wiederholter Anstrengung, unter dem Verdacht, dass man „Fischpredigten“ abhält, als wenn man die Frauen bewegen will, ihren Peniswunsch als undurchsetzbar aufzugeben 391 eine analoge Übertragung kann sich aus dem Peniswunsch des Weibes nicht herstellen, dagegen stammen aus dieser Quelle Ausbrüche von schwerer Depression um die innere Sicherheit, dass die analytische Kur nichts nützen wird. 392 die Hoffnung, das schmerzlich vermisste männliche Organ doch noch zu bekommen, das stärkste Motiv war, das sie in die Kur gedrängt hat.
Phase, orale 390 Die beiden einander entsprechenden Themen sind für das Weib der Penisneid – das positive Streben nach dem Besitz eines männlichen Genitales 391 leidet man mehr unter dem bedrückenden Gefühl, erfolglos wiederholter Anstrengung, unter dem Verdacht, dass man „Fischpredigten“ abhält, als wenn man die Frauen bewegen will, ihren Peniswunsch als undurchsetzbar aufzugeben 391 eine analoge Übertragung kann sich aus dem Peniswunsch des Weibes nicht herstellen, dagegen stammen aus dieser Quelle Ausbrüche von schwerer Depression um die innere Sicherheit, dass die analytische Kur nichts nützen wird. 392 die Hoffnung, das schmerzlich vermisste männliche Organ doch noch zu bekommen, das stärkste Motiv war, das sie in die Kur gedrängt hat.
Phase, phallische 390 auch beim Weib ist das Streben nach Männlichkeit zu einer gewissen Zeit ichgerecht, nämlich in der phallischen Phase, vor der Entwicklung zur Femininität [Ersterwähnung].
Primärvorgang 366
Prophylaxe 371 einen derzeit nicht manifesten Triebkonflikt zum Zwecke der Vorbeugung zu wecken 371 wenn ein Triebkonflikt nicht aktuell ist, sich nicht äussert, kann man ihn durch die Analyse nicht beeinflussen. 371 Die Warnung, schlafende Hunde nicht zu wecken, … ist für die Verhältnisse des Seelenlebens ganz besonders unangebracht. 372 Wenn wir aber auf eine vorbeugende Behandlung von nicht aktuellen, bloss möglichen Triebkonflikten ausgehen, genügt es nicht, vorhandenes und unvermeidliches Leiden zu regulieren, man müsste sich entschliessen, neues ins Leben zu rufen … 372 eine befriedigende Ehe zerstört … Stellung aufgeben lässt 372 therapeutischen Experiments
Psychotiker 375 beim Psychotiker regelmässig misslingt
quantitativ 367 370 es handelt sich immer um den gerne übersehenen quantitativen Faktor 379 die Bedeutung des quantitativen Faktors entgegen 379 Analyse nur bestimmte und begrenzte Mengen von Energien aufwenden kann
Reaktion, negative therapeutische 382 Erscheinungen des immanenten Masochismus so vieler Personen, der negativen therapeutischen Reaktion und des Schuldbewusstseins der Neurotiker zusammensetzt 382 nicht mehr dem Glauben anhängen können, dass das seelische Geschehen ausschliesslich vom Luststreben beherrscht wird.
Realität 378 jene Situationen der Realität 379 herauszusuchen, die die ursprüngliche Gefahr ungefähr ersetzen können, um sein Festhalten an den gewohnten Reaktionsweisen … rechtfertigen zu können.
Scheitern 358 Selbsthemmmung der Kur an ihrem … Erfolg zu scheitern.
Schuldbewusstsein 382 als Schuldbewusstsein und Strafbedürfnis agnosziert und im Verhältnis des Ichs zum Über-Ich lokalisiert. Aber das ist nur jener Anteil, der vom Über-Ich sozusagen psychisch gebunden ist und in solcher Weise kenntlich wird
Situation, analytische 375 besteht bekanntlich darin, dass wir uns mit dem Ich der Objektperson verbünden, um unbeherrschte Anteile ihres Es zu unterwerfen, also in die Synthese des Ichs einzubeziehen. 379 Während der Arbeit an den Widerständen tritt das Ich … aus dem Vertrag aus, auf dem die analytische Situation ruht. 379 negative Übertragungen die Oberhand gewinnen und die analytische Situation völlig aufheben.
Technik 360 wie man den langsamen Ablauf einer Analyse beschleunigen kann. 364 Technik hat sich in Anpassung an die neuen Errungenschaften verändert. 370 man darf nur die Klarheit unserer eigenen Einsicht nicht zum Mass der Überzeugung nehmen, die wir beim Analysierten hervorrufen. 378 wir haben nur für uns, nicht für den Analysierten gedeutet, solange das Ich an den früheren Abwehren festhält, die Widerstände nicht aufgibt. 388 an einer ersten Probe die Technik zeigt, die sich in der analytischen Tätigkeit allein bewährt hat.
Terminsetzung 358 griff ich zu dem heroischen Mittel der Terminsetzung. 359 Ich habe die Terminsetzung später auch in anderen Fällen angewendet … erpresserische Massregel … ein Teil des Materials unter dem Zwang der Drohung zugänglich wird, ein anderer Teil zurückgehalten bleibt, … der therapeutischen Bemühung verloren geht. Man darf ja den Termin nicht erstrecken, nachdem er einmal festgesetzt worden ist. 360 Die Fortsetzung der Kur bei einem andern Analytiker. … gewaltsames technisches Mittel
Text 376 (Metapher) der nächste Kopist des Buches liefert einen tadellosen Text, aber an einigen Stellen lückenhaft. 376 man begnügte sich nicht damit, wollte auch den Hinweis auf die Verstümmelung des Textes vermeiden; man ging also dazu über, den Text zu entstellen. Man liess einzelne Worte aus oder ersetzte sie durch andere, man schaltete neue Sätze ein; am besten strich man die ganze Stelle heraus und fügte an ihrer Statt eine andere ein.
Therapieerfolg 370 Das Endergebnis hängt immer vom relativen Kräfteverhältnis der miteinander ringenden Instanzen ab. 371 Grenzen der Leistungsfähigkeit einer analytischen Therapie gesteckt sind
Therapieziel 365 Erschöpfung der Krankheitsmöglichkeiten und tiefgehende Veränderung der Person 366 Die Analyse ... nichts anderes leistet, als was der Gesunde ohne diese Hilfe zustande bringt. 368 Korrektur des ursprünglichen Verdrängungsvorgangs, die der Übermacht des quantitativen Faktors ein Ende macht … die eigentliche Leistung der analytischen Therapie. 370 Verstärkung der analytischen Hilfskraft, die wir dem Ich zuführen wollen.
Todestrieb 382 Ein Gegensatz einer optimistischen zu einer pessimistischen Lebenstheorie kommt nicht in Frage; nur das Zusammen- und Gegeneinanderwirken beider Urtriebe Eros und Todestrieb erklärt die Buntheit der Lebenserscheinungen
Traum 366 Schlafeinstellung des Ichs mit dem Erwachen der Triebansprüche reagiert.
Trauma 361 traumatische Ätiologie der Analyse die weitaus günstigere Gelegenheit bietet. 363 ohne das neuerliche Traum nicht zum Ausbruch der Neurose gekommen wäre [Uterusexstirpation]
Triebanspruch 365 pathogener Triebanspruch
Triebkonflikt 364
Triebstärke 366 Stärke des Triebs und Stärke des Ichs
Triebverstärkung, physiologische 366 Pubertät … Menopause. 367 Verdrängungen benehmen sich wie Dämme gegen den Andrang der Gewässer.
Übertragung, negative 362 [Ersterwähnung] eine Übertragungsbeziehung niemals bloss positiv sein kann; er hätte sich um die Möglichkeit einer negativen Übertragung bekümmern müssen. 373 künstliche Erzeugung von neuen Konflikten in der Übertragung, denen doch der Charakter der Realität abgeht 379 können jetzt negative Übertragungen die Oberhand gewinnen und die analytische Situation völlig aufheben. 379 benimmt sich gegen ihn ganz wie das Kind, das den Fremden nicht mag und ihm nichts glaubt.
Unlust 377 Der psychische Apparat verträgt die Unlust nicht, er muss sich ihrer um jeden Preis erwehren.
Urfixierung 357 an die Mutter.
Urtrauma 357 durch die nachträgliche analytische Erledigung dieses Urtraumas hoffte Rank die ganze Neurose zu beseitigen.
Urtrieb 382 386 Eros und Destruktion, der eine bemüht, das Vorhandene zu immer grösseren Einheiten zusammenzufassen, der andere, diese Vereinigungen aufzulösen und die durch sie entstandenen Gebilde zu zerstören.
Urverdrängung 357 und als Urverdrängung fortbesteht (U. Rank)
Veränderung 369 nur partielle Veränderungen usw.
Verdrängung 367 primitive Abwehrmassregeln des unreifen, schwachen Ichs 376 von einem dieser Mechanismen, von der Verdrängung, … es war nie ein Zweifel daran, dass die Verdrängung nicht das einzige Verfahren ist, das dem Ich für seine Absichten zu Gebote steht. 376 Von den anderen Mechanismen schärfer geschieden ist als diese untereinander. 376 die Verdrängung verhält sich zu den anderen Abwehrmethoden wie die Auslassung zur Textentstellung. 391 wenn ich es ablehne, die Verdrängung in solcher Art zu sexualisieren, also sie biologisch anstatt nur psychologisch zu begründen.
Vererbung 380 Unterschied zwischen ererbten und erworbenen Eigenschaften nicht zu einem Gegensatz überspannen dürfen; unter dem Ererbten ist, was die Vorfahren erworben haben, gewiss ein wichtiger Anteil. 380 „archaische Erbschaft“
Versagung 371 was wäre sonst der Sinn der Vorschrift, dass die Analyse „in der Versagung“ durchgeführt werden soll? 372 wir suchen, diesen Konflikt zuzuspitzen, zur schärfsten Ausbildung zu bringen, um die Triebkraft für seine Lösung zu steigern.
Vertrag 379 [Ersterwähnung] Während der Arbeit an den Widerständen tritt das Ich … aus dem Vertrag aus, auf dem die analytische Situation ruht.
Wahrheit 377 Wenn die Wahrnehmung der Realität Unlust bringt, muss sie – die Wahrheit also – geopfert werden. 387 dass die analytische Beziehung auf Wahrheitslieben, d.h. auf die Anerkennung der Realität gegründet ist und jeden Schein und Trug ausschliesst.
Wahrnehmungsskala 383 und mit welchen Empfindungen die Wahrnehmungsskala des Lustprinzips auf sie antwortet
Weiblichkeit 390 „Ablehnung der Weiblichkeit“ wäre von Anfang an die richtige Beschreibung dieses so merkwürdigen Stücks des menschlichen Seelenlebens gewesen. 390 Schicksale der Weiblichkeit. Sehr viel wird darauf ankommen, ob genug vom Männlichkeitskomplex sich der Verdrängung entzieht und den Charakter dauernd beeinflusst; grosse Anteile des Komplexes werden normalerweise umgewandelt, um zum Aufbau der Weiblichkeit beizutragen; aus dem ungestillten Wunsch nach dem Penis soll der Wunsch nach dem Kind und nach dem Manne werden, der den Penis trägt. 392 Ablehnung der Weiblichkeit kann ja nichts anderes sein als eine biologische Tatsache, ein Stück jenes grossen Rätsels der Geschlechtlichkeit.
Widerstand 378 obwohl dem Ich angehörig, doch unbewusst und in gewissem Sinne innerhalb des Ichs abgesondert.. 379 Das Ich unterstützt unsere Bemühung um die Aufdeckung des Es nicht mehr, es widersetzt sich ihr, hält die analytische Grundregel nicht ein, lässt keine weiteren Abkömmlinge des Verdrängten auftauchen. 379 gibt es wirklich einen Widerstand gegen die Aufdeckung von Widerständen, und die Abwehrmechanismen verdienen wirklich den Namen, mit dem wir sie anfänglich bezeichnet haben, ehe sie genauer erforscht wurden. 379 wie tief eingewurzelt diese Widerstände der Ichveränderung sind 379 die Bedeutung des quantitativen Faktors entgegen 381 ein weiterer Schritt in unserer analytischen Erfahrung führt uns zu Widerständen anderer Art, die wir nicht mehr lokalisieren können … das ganze Gebiet ist noch verwirrend fremd, ungenügend erforscht. 381 „Widerstand vom Es“ 387 auch die Eigenart des Analytikers fordert ihre Stelle unter den Momenten, die die Aussichten der analytischen Kur beeinflussen und dieselbe nach Art der Widerstände erschweren. 391 Der Mann will sich einem Vaterersatz nicht unterwerfen, will ihm nicht zu Dank verpflichtet sein, will also auch vom Arzt die Heilung nicht annehmen. 392 es nicht wichtig ist, in welcher Form der Widerstand auftritt, ob als Übertragung oder nicht. Entscheidend bleibt, dass der Widerstand keine Änderung zustande kommen lässt, dass alles so bleibt, wie es ist.
Wissenschaftstheorie 357 ungeduldigen Geringschätzung, mit der eine frühere Periode der Medizin die Neurosen betrachtet hatte als überflüssige Erfolge unsichtbarer Schädigungen. 361 Man wird zuerst die Erfahrung befragen, ob dergleichen vorkommt, und dann die Theorie, ob es überhaupt möglich ist. 362 sollte die Fragestellung lauten, welche Hindernisse der analytischen Heilung im Wege stehen. 368 So weit unsere Theorie. Und was sagt die Erfahrung dazu? 368 Allgemeinheit, Regeln, Gesetze herausfinden, die Ordnung in das Chaos bringen … 368 vereinfachen wir die Welt der Phänomene 369 Übergänge und Zwischenstufen häufiger als die scharf gesonderten, gegensätzlichen Zustände. 370 Keinen anderen Weg, es zu beurteilen, als eben den Erfolg, den es zu erklären gilt. 384 Es ist mir wohlbekannt, dass die dualistische Theorie, die einen Todes-, Destruktions- oder Aggressionstrieb als gleichberechtigten Partner neben den in der Libido sich kundgebenden Eros hinstellen will 386 nicht verwundern, dass diese Theorie in manchen Zügen verändert ist, wenn sie nach zweiundeinhalb Jahrtausenden wieder auftaucht. 389 weit weniger entfernt sich die Praxis von der Theorie in Fällen von sogenannten Charakteranalyse.
Wolfsmann 358 ein grosses Stück seiner Selbständigkeit wiederzugeben, sein Interesse am Leben zu wecken, seine Beziehungen zu den für ihn wichtigsten Personen in Ordnung zu bringen, aber dann stockte der Fortschritt; 359 handelte es sich immer noch um Restbestände der Übertragung; 359 deutlich paranoischen Charakter … Fragmenten seiner Kindergeschichte
Zeit 382 es kommen wohl zeitliche Charaktere in Betracht, Abänderungen eines noch nicht gewürdigten Entwicklungsrhythmus im psychischen Leben.
Zensur 377 die Textentstellung ist das Werk einer tendenziösen Zensur, zu der die Ichentwicklung kein Gegenstück zeigt.
[Bisexualität] 383 Wir heissen diese Leute Bisexuelle, … wir haben aber gelernt, dass alle Menschen in diesem Sinne bisexuell sind, ihre Libido entweder in manifester oder in latenter Weise auf beide Geschlechter verteilen. 391 von W. Fliess vorgetragen wurde, der geneigt war, den Gegensatz der Geschlechter für den eigentlichen Anlass und das Urmotiv der Verdrängung zu erklären.
[Kultur] 384 auf dem Weg der Entwicklung vom Primitiven zum Kulturmenschen eine sehr erhebliche Verinnerlichung, Einwärtswendung der Aggression stattfindet, und für die Aussenkämpfe, die dann unterbleiben, wären die inneren Konflikte sicherlich das richtige Äquivalent.
[Selbstanalyse] 387 aus seinen eigenen „Irrungen und Irrtümern“ genügend gelernt und die „schwachen Punkte der eigenen Persönlichkeit“ in seine Gewalt bekommen habe.
[Über-Ich-Widerstand] 382 handelt es sich um das letzte, was die psychologische Forschung überhaupt zu erkennen vermag, das Verhalten der beiden Urtriebe, deren Verteilung Vermengung und Entmischung, Dinge, die nicht auf eine einzige Provinz des seelischen Apparates, Es, Ich und Über-Ich, beschränkt vorzustellen sind. 382 Kraft, die sich mit allen Mitteln gegen die Genesung wehrt und durchaus an Krankheit und Leiden festhalten will. Einen Anteil dieser Kraft haben wir, … als Schuldbewusstsein und Strafbedürfnis agnosziert und im Verhältnis des Ichs zum Über-Ich lokalisiert.
[Wiederholungen] 377 oft eine der ursprünglichen Situation ähnliche wiederkehrt
 
* sofern nichts anderes vermerkt beziehen sich alle Seitenzahlen auf die "Freud-Studienausgabe"
in 10 Bänden (mit Ergänzungsband), Frankfurt a. Main, 1982
¹ Erwähnung "avant la lettre"
² Erwähnung der Sache nach (implizit), ohne Begriffsnennung im betreffenden Freud-Text