Zur Frage der Laienanalyse (1926) *

Abklärung 331 dass der sich für diese Therapie eignet ... wenn er wirklich eine Neurose hat.
Aggression 293
Akzeptanz 323 ihr die Giftzähne auszubrechen 330 Unbehaglich in der Isolierung von den Kollegen, möchten gern als vollberechtigt von der profession aufgenommen werden und sind bereit, für diese Toleranz ein Opfer zu bringen.
Amerika 348 die schroffste Ablehnung der Laienanalyse wird in den Diskussionen von unseren amerikanischen Kollegen vertreten. 349 Die lokalen Verhältnisse Amerikas können für uns nicht allein massgebend sein.
Analytiker 334 für den Kranken ist es gleichgültig, ob der Analytiker Arzt ist. 335 über die persönlichen Eigenschaften verfügt, die ihn vertrauenswürdig machen. 335 Kenntnisse und Einsichten sowie jene Erfahrungen erworben hat, die ihn allein zur Erfüllung seiner Aufgabe befähigen. 335 Keine beliebigen, hergelaufenen Individuen, sondern Personen von akademischer Bildung, Doktoren der Philosophie, Pädagogen und einzelne Frauen von grosser Lebenserfahrung und überragender Persönlichkeit.
Angst 293 Angstaffekt 293 verkürzte Wiederholung der beim Trauma erlebten Eindrücke 293 Reaktion auf die Wahrnehmung der Gefahr
Anpassung 292
Ansatz, zweiseitiger 301
Arzt 334 die Diagnose stellen soll 334 [interkurrente Erkrankungen] 334 lässt sich die Vereinigung organischer und psychischer Behandlung in einer Hand nicht gut durchführen 334 unratsam machen, den Kranken körperlich zu untersuchen.
Aufmerksamkeit 289 „Aufmerksamkeit“
Ausbildung 324 Solange das Verhältnis der Schule zum analytischen Lehrinstitut ungeändert bleibt, werden die Ärzte wohl die Versuchung, es sich zu erleichtern, zu gross finden. 325 Niemand die Analyse ausüben soll, der nicht die Berechtigung dazu durch eine bestimmte Ausbildung erworben hat. 329 Man ... bekümmern, die Bedingungen, unter denen die Ausübung der analytischen Praxis gestattet ist, für alle, die sie ausüben wollen, feststellen, irgendeine Autorität aufrichten, bei der man sich Auskunft holen kann, was Analyse ist und was für Vorbereitungen man für sie fordern darf, und die Möglichkeiten der Unterweisung in der Analyse fördern. 343 nicht die welche die Universität dem künftigen Arzt vorschreibt. 343 ärztliche Ausbildung: bringt die Gefahr mit sich, dass sein Interesse wie seine Denkweise von der Erfassung der psychischen Phänomen abgelenkt wird. Unterrichtsplan .. geisteswissenschaftlichen Stoff, psychologischen, kulturhistorischen, soziologischen .... anatomischen, biologischen und entwicklungsgeschichtlichen. 343 eine Idealforderung. 343 Unsere Lehrinstitute ... der Beginn einer solchen Realisierung. 348 Die Mitarbeit von Personen, die in den Geisteswissenschaften vorgebildet sind, nie entbehren können. 349 Wäre es dann nicht zweckmässiger, der Tatsache ihrer Existenz Rechnung zu tragen, indem man ihnen Gelegenheit zur Ausbildung bietet.
Aussenwelt 288 Nähe des Feindes 288 draussen – fremd – feindlich waren einmal identische Begriffe
Befriedigung 291 nur mit Hilfe der Aussenwelt
Begabung ² 310 Es kommt eine gewisse Feinhörigkeit für das unbewusste Verdrängte in Betracht.
Beichte 281
Bewusst 289 Der einzig zulässig Gegensatz ist der zwischen bewusst und unbewusst.
Bewusstsein 289 Instanz, ein System, ein Organ, durch deren Erregung allein das Phänomen, das wir Bewusstsein heissen, zustande kommt. 291 Bewusstseinsorgan 292 Sinnesorgan, des Bewusstseinsystems
Bildung ² 301 Vertrautheit mit Kulturgeschichte ist ... unerlässlich
Deutung ² 296 deuten, übersetzen 310 das ist ein garstiges Wort 311 Auch in der Deutungskunst der Analyse manches wie ein anderer Wissensstoff zu erlernen ... indirekte Darstellung durch Symbole 311 den richtigen Moment abwarten, um dem Patienten Ihre Deutung mit Aussicht auf Erfolg mitzuteilen 311 Sache eines Takts, der durch Erfahrung sehr verfeinert werden kann 311 schweren Fehler, ..., Deutungen an den Kopf zu werfen ... erzielen dann ... Widerstand, Ablehnung ... nicht, dass ein Ich sich des Verdrängten bemächtigt. 311 warten, bis er sich diesem so weit angenähert hat, dass er ... nur noch wenige Schritte zu machen braucht.
Diagnose 331 Kann das äussere Bild einer Neurose zeigen, und doch etwas anderes sein, der Beginn einer unheilbaren Geisteskrankheit, die Vorbereitung eines zerstörenden Hirnprozesses. 331 Differenzialdiagnose [Differenzialindikation] 333 Der Arzt, ..., vorerst die Diagnose stellen soll. Hat der Arzt das konstatiert, so kann er die Behandlung dem Laienanalytiker überlassen. 346 Differenzialdiagnose
Differenzialindikation ² 331 einen solchen Fall eine Zeitlang verkannt hat oder im Unklaren über ihn geblieben ist, so macht es nicht viel aus, es ist kein Schaden angestellt worden und nichts Überflüssiges geschehen.
Dogmatisch 289
Dynamischer Gesichtspunkt 291 die Kräfte
Entwicklung/Kultur 332 Die ungeheure Entwicklungsdistanz vom steinzeitlichen Primitiven bis zum Teilhaber der heutigen Kultur durchzumachen zu gross, so mag das Ich in seinen Bemühungen, beide zu versöhnen, scheitern.
Entwicklungshemmung 301
Entwicklungsstufe 301
Erinnern 317
Erkrankung 293 Versagen der Funktion
Erkrankung, interkurrente 334 [Psychosomatik?]
Erraten 293 dieses machtlose Ich, ... weil es errät
Ersatz ² 294 bricht endlich in einer unkenntlich entstellten Ersatzbildung ins Ich
Es, das 286 grossartiger und dunkler als das Ich 287 [das]eigentlich Seelischen 294 einzelne Triebe selbständig gemacht haben, ohne Rücksicht auf die Interessen der Gesamtperson
Flucht 296
Freud 344 sagt mir meine Selbsterkenntnis, ich sei eigentlich kein richtiger Arzt gewesen. Ich bin Arzt geworden durch eine mir aufgedrängte Ablenkung meiner ursprünglichen Absicht, und mein Lebenstriumph liegt darin, dass ich nach grossem Umweg die anfängliche Richtung wiedergefunden habe. 344 etwas von den Rätseln dieser Welt zu verstehen und vielleicht selbst etwas zu ihrer Lösung beizutragen.
Frühdiagnose ² 331
Gegenübertragung 346
Gehirn 288
Geisteswissenschaften 339 die die Analyse aus intellektuellen Motiven anerkennen, die nebenbei erzielte Erhöhung der Leistungsfähigkeit aber gewiss gerne begrüssen werden.
Genealogie 305
Gesamtperson 294
Gleichung, persönliche 311 dies individuelle Moment wird in der Psychoanalyse immer eine grössere Rolle spielen als anderswo.
Hochschule, psa 336 müsste an dieser vieles gelehrt werden, was auch die medizinische Fakultät lehrt: neben der Tiefenpsychologie, ... Einführung in die Biologie, ... Kunde vom Sexualleben, ... Bekanntheit mit den Krankheitsbildern der Psychiatrie, ... 337 auch fächerumfassend ...: Kulturgeschichte, Mythologie, Religionspsychologie und Literaturwissenschaft. Ohne eine gute Orientierung auf diesem Gebiet steht der Analytiker einem grossen Teil seines Materials verständnislos gegenüber. 337 Die Hauptmasse dessen, was die medizinische Schule lehrt, für seine Zwecke nicht gebrauchen. 337 Des Verlaufs der Hirnnervenfasern [neuroscience] völlig belanglos. 337 Den Analytiker führt seine Erfahrung aber in eine andere Welt mit anderen Phänomenen und anderen Gesetzen.
Hunger 291 Hunger und Liebe (Schiller)
Hypnose 281
Ich, das 286 287 eine Rindenschicht 287 anderen Regeln für den seelischen Ablauf als im Es 288 Organisation 288 Synthese 293 Differenzierung eines Ichs ... ein Schritt zur Lebenserhaltung 294 u. Synthese 294 das in seiner Synthese gehemmt ist, das auf Teile des Es keinen Einfluss hat 296 erziehen wir sein ich durch [Pädagogik] dazu. 296 erscheint dem erwachsenen und erstarkten Ich nur als Kinderspiel. 312 hat seine Einheit verloren ... wäre kein Neurotiker, wenn er anders wäre. 332 Durch den Einfluss der Aussenwelt emporgezüchtete höhere Organisation des seelischen Apparats 332 Schwäche des Ichs 333 der Knoten- und Drehpunkt der ganzen Situation ist die relative Stärke der Ichorganisation [Ichpsychologie] 333 Ichschwäche [Ersterwähnung]
Ichorganisation 293 eine leistungsfähige Ichorganisation
Instanz 287 oder Provinzen 292 zwischen den Ansprüchen des Es und dem Einspruch der realen Aussenwelt zu vermitteln
Inzest 305 uraltes menschliches Erbgut
Kandidat 319
Kastrationsangst 302
Kinderanalyse 306 Wert für die Theorie 306 mit erzieherischen Massnahmen 306 diese Technik harrt noch ihrer Ausgestaltung 340 Prophylaxis 340 auch der Tätigkeit dieser pädagogischen Analytiker oder analytischen Pädagogen in den Arm zu fallen.
Kontrollanalyse, Ausbildung, Weiterbildung ² 319 die Aufsicht älterer, erfahrener Analytiker, wenn sie zu ihren ersten Versuchen an leichteren Fällen zugelassen werden. Man rechnet für eine solche Ausbildung etwa zwei Jahre. Natürlich ist man auch nach dieser Zeit noch ein Anfänger, noch kein Meister 319 Gedankenaustausch in den pschoanalytischen Gesellschaften, in denen jüngere Mitglieder mit älteren zusammentreffen. 319 Die Arbeit ist schwer, die Verantwortlichkeit gross [Ethik] 330 ein guter Teil meiner ärztlichen Mitarbeiter ... tritt für das ausschliessliche Anrecht der Ärzte auf die analytische Behandlung der Neurotiker ein.
Kosmologie 305
Krankheitsgewinn 313
Kultur 300 dass unsere Kultur ... auf Kosten der Sexualtität aufgebaut wird 303 im Seelenleben des Kindes noch heute dieselben archaischen Momente Nachbarn sind, die einst in den Urzeiten der menschlichen Kultur allgemein geherrscht haben. Das Kind würde in seiner seelischen Entwicklung die Stammesgeschichte in abkürzender Weise wiederholen, wie es die Embryologie längst für die körperliche Entwicklung erkannt hat. 308 Eignung zu kulturellen Leistungen [und infantile Sexualität] 340 übt einen fast unerträglichen Druck auf uns aus, sie verlangt nach einem Korrektiv.
Kurpfuscher 321wer eine Behandlung unternimmt, ohne die dazu erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu besitzen. 321 üben sehr häufig die analytische Behandlung aus 323 Auftreten als analytischer Kurpfuscher [Arzt]
Laienanalyse 320
Latenzzeit 301
Lehranalyse ² 335 die Analyse, der sich alle Kandidaten eines analytischen Lehrinstituts unterziehen müssen, ist gleichzeitig der beste Weg um über ihre persönliche Eignung zur Ausübung der anspruchsvollen Tätigkeit Aufschluss zu gewinnen.
Lehranalytiker 339 müssen eine besonders sorgfältige Ausbildung erfahren haben. 339 Erfahrungen an lehrreichen und beweisenden Fällen 339 unter sorgsamer Kontrolle 339 spätere nichtärztliche Tätigkeit.
Leib-Seelen-Problem 337 Wie immer sich die Philosophie über die Kluft zwischen Leiblichem und Seelischem hinwegsetzen mag, für unsere Erfahrung besteht sie zunächst und gar für unsere praktischen Bemühungen.
Leidenschaften 292
Libido 301 das sexuelle Streben
Literatur 289 versuchen Sie nicht, mir Literatur anstatt Wissenschaft zu geben.
Lustprinzip 291 Herrschaft des Lustprinzips
Mangel 303 eines dem männlichen gleichwertigen Geschlechtsglieds
Märchen 302
Medizin 321 in der medizinischen Schule eine Ausbildung erfahren hat, die ungefähr das Gegenteil von dem ist, was er als Vorbereitung zur Psychoanalyse brauchen würde. 321 Das Studium der höheren geistigen Leistungen geht die Medizin nichts an, es ist das Reich einer anderen Fakultät. 322 Zu seiner Behandlung [Neurotiker] leistet die medizinische Schulung nichts, aber auch gar nichts. 323 Je weniger sie vom Gegenstand verstehen, desto unternehmender werden sie. 323 zur Erziehung seines Urteils wenig Anlass geworden ist [sprechende Medizin] 323 Am Ende hilft wirklich der Tod. 330 Macht des Standesbewusstseins. 338 Die Analyse für sie eine Verlegenheit ist, sie sollte am besten nicht existieren 338 dass die Psychoanalyse von der Medizin verschluckt werde und danach ihre endgültige Ablagerung im Lehrbuch der Psychiatrie findet ... im Kapitel Therapie, neben Verfahren wie hypnotische Suggestion, Autosuggestion, Persuasion. 343 Die Psychoanalyse kein Spezialfach der Medizin ist 348 Die ihre Vorbildung nicht an Stelle der Ausbildung setzen, dass sie die Einseitigkeit überwinden, die durch den Unterricht an der medizinischen Schule begünstig wird.
Meinungsverschiedenheit 330
Moralität 315 Wenn ein Triebvorgang, der durch Dezennien einen bestimmten Weg gegangen ist, pllötzlich einen neuen Weg gehen soll ... Widerstand des Es
Mythologie 304 Kronzeugin für die Verhältnisse der Urzeit
Nachträglich 288
Nachträglichkeit ² 315 Überlagerungen und Entstellungen der Zwischenzeit
Nebenwirkungen 323 [Therapieschäden] Tätigkeit des ungeschulten Analytikers auch für den Kranken harmloser ist, als die des ungeschickten Operateurs. 324 Schwere, dauernde Verschlimmerungen des Krankheitszustandes sind nach meinem Urteil auch bei ungeschickter Anwendung der Analyse nicht zu befürchten. 324 Neben den Traumen des Lebens, ..., kommt das bisschen Misshandlung durch den Arzt nicht in Betracht.
Neurose 294 das Ich den Versuch gemacht ..., gewisse Anteile des Es in ungeeigneter Weise zu unterdrücken ... das Es dafür seine Rache genommen hat 294 Folge eines Konflikts zwischen Ich und Es ... 294 Gegensatz läuft zwischen Aussenwelt und Es 294 nicht die Tatsache dieses Konflikts .... sondern der Umstand, dass das Ich sich zur Erledigung des Konflikts des unzureichenden Mittels der Verdrängung bedient hat 294 die entscheidenden Verdrängungen fallen ja alle in früher Kindheit vor. 338 psychogene Neurosen. 332 Nicht im Stande ist, seine Funktion der Vermittlung zwischen Es und Realität zu erfüllen, dass es sich in seiner Schwäche von Triebanteilen des Es zurückzieht ... Folgen dieses Verzichts in Form von Einschränkungen, Symptomen und erfolglosen Reaktionsbildungen gefallen lassen muss. 332 Kinderneurose [Disposition] ... wird das Leben zu hart, der Abstand zwischen den Triebforderungen und den Einsprüchen der Realität ... 332 infantile Disposition 332 wiederholt sich ... Vorgang der Verdrängung, die Triebe reissen sich von der Herrschaft des Ichs los, schaffen sich auf den Wegen der Regression ihre Ersatzbefriedigungen, ... das arme Ich ist hilflos neurotisch geworden. 333 relative Stärke der Ichorganisation 333 ätiologische Übersicht [Ätiologie]: die kindliche Ichschwäche, ... 333 zufällige Kindheitserlebnisse ... 333 angeborene Stärke und Unbändigkeit des Trieblebens im Es, die dem Ich von vornherein zu grosse Aufgaben stellt ... Entwicklungsschwäche des Ichs ... ätiologische Bedeutung in manchen Fällen zu einer überragenden [Konstitution] 333 Entwicklungshemmung des Ichs
Neurose, infantile ² 306
Objektbesetzung 314 des Es
Ödipuskomplex 304 soll normalerweise mit dem Ende der sexuellen Frühzeit verlassen, gründlich abgebaut und umgewandelt werden. 304 allgemein menschlich, schicksalgebundenen Formation
Pädagogik 340 analytische Beeinflussung mit erzieherischen Massnahmen vereinigt.
Partialtriebe 301
Pathologie 334 pathologisch
Patient 335 Standesvorurteile bei ihnen keinen Anklang finden
Penisneid 303
Philosophie 283
Poemik 347
Poliklinik, psychoanalytische 335
Prädisposition 306 [Vulnerabilität]
Primitiv 302 primitive Menschheit
Psychiatrie 321 sie sucht die körperlichen Bedingungen der Seelenstörungen auf und behandelt sie wie andere Krankheitsanlässe 322 die Psychiatrie hat ein Recht
Psychoanalyse 276 Verfahren zur Heilung oder Besserung der nervösen Leiden 281 ein Verfahren sui generis 348 angewandte Psa
Psychogen 332 nicht psychogen, sondern somatogen, habe nicht seelische, sondern körperliche Ursachen
Psychologie 283
Psychose 295 Neurose und Psychose sind ... innig verwandt ... 295 in einem entscheidenden Punkt trennen 295 die Parteinahme des Ichs in einem solchen Konflikt
Psychosomatik 334 allen an Grund, an seiner Unbefangenheit zu zweifeln, da sein Interesse so auf die intensiv auf die psychischen Momente eingestellt ist.
Psychotherapie 279 [historisch: Kuren] 279 zum Zauber gehört unbedingt die Schnelligkeit, man möchte sagen: Plötzlichkeit des Erfolges 327 [stützende] 347
Reaktionsbildung ² 301 bilden sich jene Einstellungen [Reaktionsbildungen]des Ichs heraus, die wir Scham, Ekel, Moralität ... dem späteren Pubertätsstrom standzuhalten.
Realität 287 „Aussenwelt“ 293 man verwechselt nicht ungestraft das Innen und das Aussen
Realitätsprinzip 292 dieselben Endziele verfolgt, aber den von der realen Aussenwelt gesezten Bedingungen Rechnung trägt.
Rekonstruktion ² 306 hat immer einen grossen therapeutischen Effekt
Relation 295
reproduzieren 317
Schuldgefühl 314 das „unbewusste Schuldgefühl“ 314 zu seiner Befriedigung der Krankheit als Strafe bedarf
Seelsorge 346 „weltliche Seelsorge“
Selbst 280 nicht mehr die Einheit wäre
Selbstanalyse 290
Selbstbestrafung 314
Simplizissimus 347 „Die Frau ist aber das Beste, was wir in der Art haben.“
Stofflicher Gesichtspunkt 286
Störung 278 nervöse Störungen 319 Neurotischer Störungen
Struktur 285 des seelischen Apparats
Suggestion ² 282 315 er glaubt, weil er eine besondere Gefühlseinstellung zu der Person des Analytikers gewinnt ... 315 „suggestiven Einfluss“
Symptom 294 schafft das, was man ein Symptom nennt 294 Abkömmling der verdrängten Regungen
Talking Cure 279 es geht nichts anderes zwischen ihnen vor, als dass sie miteinander reden.
Technik ² 297 die analytische Arbeit sei in Stück angewandter Psychologie 312 er überhaupt nicht gesund werden will 318 den Kranken wegzuschicken, sobald sich die Unannehmlichkeiten seiner Übertragungsneurose herstellen, ist nicht sinnreich und ausserdem eine Feigheit [Ethik] 318 als ob man Geister beschworen hätte und dann davongerannt wäre 318 Zwar manchmal kann man wirklich nicht anders 318 es gibt Fälle, in denen man der entfesselten Übertragung nicht Herr wird und die Analyse abbrechen muss, aber man soll mit den bösen Geistern nach Kräften gerungen haben [Abbruch] 318 Wünsche des Patienten nach zärtlicher und sinnlicher Befriedigung erfüllen, ist nicht nur berechtigterweise durch moralische Rücksichten versagt [Ethik] 318 Neurotiker kann dadurch, dass man ihm dieunkorrigierte Wiederholung eines in ihm vorbereiteten, ubw. Klischees ermöglicht hat, nicht geheilt werden [korrektive emotionale Erfahrung] 318 partielle Befriedigung ... Situation des Geistlichen, der den Krankenversicherungsagenten bekehren soll 318 Geschick, Geduld, Ruhe und Selbstverleugnung 319 die heikle Technik der Psychoanalyse erlernt hat 334 technische Vorschrift 345 Der Kranke hat nicht viel davon, wenn das therapeutische Interesse beim Arzt affektiv überbetont ist. 345 der Arzt kühl und möglichst korrekt arbeitet.
Tiefenpsychologie 297 oder Psychologie des Unbewussten
Topischer Gesichtspunkt ² 286 und Funktionen.
Traum 285 eine Psychologie, die den Traum nicht erklären kann, ... hat keinen Anspruch, eine Wissenschaft zu heissen
Trauma 293 primitives Lebewesen, das keine zureichende Ichorganisation entwickelt hat, ist all diesen „Traumen“ ausgesetzt. 293 ein Trauma glücklich bestanden hat, achtet man auf die Annäherung ähnlicher Situationen und signalisiert die Gefahr. 293 verkürzte Wiederholung der beim Trauma erlebten Eindrücke 293 eine traumatische Situation [Ersterwähnung] 307 auf das schwächliche [infantile] Ich noch traumatisch wirken könnte 307 Beobachtungen 307 sexuelle Erfahrungen mit einem Erwachsenen [307 usf.]
Trieb 333 mit der Treibstärke im Es haben wir jedes Mal zu rechnen, wo sie exzessiv entwickelt ist, steht es schlecht um die Aussichten unserer Therapie 333 ohne irgendeine solche konstitutionelle, kongenitale Begünstigung kommt wohl kaum eine Neurose zustande. 333 körperliche Allgemeinerkrankung, ja eine organische Erkrankung des nervösen Zentrums ..., die Aufrechterhaltung der Ichorganisation gehört, einzustellen.
Triebe 291 Körperbedürfnisse, insofern sie Anreize für seelische Tätigkeit darstellen 291 ein Wort, um das uns viele moderne Sprachen beneiden. 291 erfüllen nun das Es 291 alle Energie im Es 292 Triebe im Es drängen auf sofortige, rücksichtslose Befriedigung
Über-Ich 314 gehört dem Ich an, teilt dessen hohe psychologische Organisation, in besonders inniger Beziehung zum Es
Übertragung ² 277 Übertragungsliebe 316 Diese Gefühlsbeziehung ist ...von der Natur einer Verliebtheit 316 eigene Person mit einer gewissen Reserve umgibt 316 diese sonderbare Liebesbeziehung von allen anderen Begünstigungen absieht, sich über alle Variationen der persönlichen Anziehung, des Alters, Geschlechts und Standes hinaussetzt. Diese Liebe ist direktzwangsläufig. 316 Verliebtheit, die selbst den Eindruck einer krankhaften Erscheinung macht. 316 sie wird anspruchsvoll, verlangt zärtliche und sinnliche Befriedigungen, fordert Ausschliesslichkeit, entwickelt Eifersucht ... Kehrseite, die Bereitschaft zu Feindseligkeit und Rachsucht. 317 Sie hat sich an die Stelle der Neurose gesetzt, ... 317 eine Form des Krankseins durch eine andere zu vertreiben. 317 Er wiederholt auch seine damaligen Abwehrreaktionen vor unseren Augen 317 was er uns zeigt ist also der Kern seiner intimen Liebesgeschichte, er reproduziert ihn greifbar, wie gegenwärtig, anstatt ihn zu erinnern [Ödipuskomplex] 317 Rätsel der Übertragungsliebe 318 Handhabung der „Übertragung“ 318 Die Anforderungen an die analytische Technik an dieser Stelle die höchste Steigerung erfahren. 318 den Kranken wegzuschicken, sobald sich die Unannehmlichkeiten seiner Übertragungsneurose herstellen, ist nicht sinnreich und ausserdem eine Feigheit [Ethik] 318 als ob man Geister beschworen hätte und dann davongerannt wäre 318 Zwar manchmal kann man wirklich nicht anders 318 die Vergangenheit des Kranken, wie er sie wirklich erlebt, oder durch die wunscherfüllende Tätigkeit seiner Phantasie gestaltet hat
Verdrängung 293 294 das Ich den Versuch gemacht ..., gewisse Anteile des Es in ungeeigneter Weise zu unterdrücken ... das Es dafür seine Rache genommen hat 294 Folge eines Konflikts zwischen Ich und Es ... 294 Gegensatz läuft zwischen Aussenwelt und Es 294 nicht die Tatsache dieses Konflikts .... sondern der Umstand, dass das Ich sich zur Erledigung des Konflikts des unzureichenden Mittels der Verdrängung bedient hat 294 die entscheidenden Verdrängungen fallen ja alle in früher Kindheit vor 312 Abkömmlinge des Verdrängten sind in sein Ich durchgebrochen 317 sucht sie zu verdrängen [Verliebtheit]
Verliebtheit 317 die vollsinnlichen und die feindseligen Seiten seiner Verliebtheit
Weiblichkeit ² 303 weibliche Geschlechtsglied in ihr noch keine Rolle spielt 303 dark continent
Widerstand 314 „unbewusstes Schuldgefühl“ repräsentiert den Widerstand des Über-Ichs 314 der mächtigste und von uns gefürchtetste Faktor 314 alle die Kräfte, die sich der Genesungsarbeit widersetzen 315 verbrauchen Zeit auch im seelischen Leben [Technik] 315 Der persönliche Einfluss ist unsere stärkste dynamische Waffe [martialische Sprache]315 nicht zur Unterdückung der Symptome - das unterscheidet die analytische Behandlung von anderen Verfahren der Psychotherapie -, sondern als Triebkraft, um das Ich des Kranken zur Überwindung seiner Widerstände zu veranlassen.
Wiederholungszwang ² 317
Wissenschaftstheorie 277 Die „analytische Situation“ verträgt keinen Dritten [Tonband, Kamera, Aufzeichnungen] 279 zum Zauber gehört unbedingt die Schnelligkeit, man möchte sagen: Plötzlichkeit des Erfolges 281 ein Verfahren sui generis 281 nur mit Hilfe neuer Einsichten - .... Annahmen begriffen werden kann 283 dogmatisch vor, als ob sie ein fertiges Lehrgebäude wäre 283 dass die heutige Ausdrucksform die definitive bleiben wird. 285 [Neurophysiologie] kein psychologisches Interesse kann der Psychologie so gleichgültig sein wie der Optik die Frage, ob die Wände des Fernrohrs aus Metall oder aus Pappendeckel gemacht sind. 286 Wir stellen uns ... vor. 286 Anatomie der Seele 286 eine Hilfsvorstellung 286 open to revision 286 Alltagsweisheit 287 wir lieben es in der Psychoanalyse , im Kontakt mit der populären Denkweise zu bleiben, und ziehen es vor, deren Begriffe wissenschaftlich brauchbar zu machen, anstatt sie zu verwerfen. 287 In der Psychologie können wir nur mit Hilfe von Vergleichungen beschreiben ... müssen diese Vergleiche auch immer wieder wechseln. 290 unseren Schülern theoretischen Unterricht in der Psychoanalyse geben, so können wir beobachten, wie wenig Eindruck wir ihnen zunächst machen. 294 das in seiner Synthese gehemmt ist, das auf Teile des Es keinen Einfluss hat 310 werden ihre Deutungen von ihren persönlichen Eigenheiten unbeeinflusst sein und das Richtige treffen 311 auch in der Psychoanalyse ziemlich befriedigende Übereinstimmungen zu erreichen sind [Reliabilität] 322 Der Tag kommen wird, an dem sich Wege der Erkenntnis und hoffentlich auch der Beeinflussung von der Biologie der Organe und von der Chemie zu dem Erscheinungsgebiet der Neurosen eröffnen werden 323 an sich ist ja jede Wissenschaft einseitig ... indem sie sich auf bestimmte Inhalte, Gesichtspunkte, Methoden einschränkt. 322 Psychoanalyse ... die Wissenschaft vom seelisch Unbewussten. 323 ihr die Giftzähne auszubrechen 334 technische Vorschrift 337 Den Analytiker führt seine Erfahrung aber in eine andere Welt mit anderen Phänomenen und anderen Gesetzen. 337 Wie immer sich die Philosophie über die Kluft zwischen Leiblichem und Seelischem hinwegsetzen mag, für unsere Erfahrung besteht sie zunächst und gar für unsere praktischen Bemühungen. 334 war ein Stück Pathologie ... bei der Analyse handelt es sich um ein therapeutisches Verfahren. 338 sie [die Psychoanalyse] verdient ein besseres Schicksal ... als „Tiefenpsychologie“, Lehre vom seelisch Unbewussten, das kann sie all den Wissenschaften unentbehrlich werden, die sich mit der Entstehungsgeschichte der menschlichen Kultur und ihrer grossen Institutionen wie Kunst, Religion und Gesellschaftsordnung beschäftigen. 339 Kulturhistoriker, Religionspsychologen, Sprachforscher 339 Gebrauch der Analyse zur Therapie der Neurose ist nur eine ihrer Anwendungen; vielleicht wird die Zukunft zeigen, dass sie nicht die wichtigste ist. 341 die inneren Entwicklungsmöglichkeiten der Psychoanalyse, sind doch durch Verordnungen und Verbote nicht zu treffen. 343 Die Psychoanalyse kein Spezialfach der Medizin ist. 343 nicht das Ganze der Psychologie, sondern ihr Unterbau 345 für alle therapeutischen Methoden geltenden Vorschriften unterwerfen. Ich anerkenne das ... 345 will nur verhütet wissen, dass die Therapie die Wissenschaft erschlägt. 345 kann nur am Menschen studiert werden. 347 in der Psychoanalyse bestand von Anfang an ein Junktim zwischen Heilen und Forschen, die Erkenntnis brachte den Erfolg, man konnte nicht behandeln, ohne etwas Neues zu erfahren, man gewinn keine Aufklärung, ohne ihre wohltätige Wirkung zu erleben. Unser analytisches Verfahren ist das einzige, bei dem dies kostbare Zusammentreffen gewahrt bleibt 347 Aussicht auf wissenschaftlichen Gewinn war der vornehmste, erfreulichste Zug der analytischen Arbeit; dürfen wir sie irgendwelchen praktischen Erwägungen zum Opfer bringen? 348 dass sie der Versuchungung widerstehen, mit der Endokrionologie und dem autonomen Nervensystem zu liebäugeln, wo es darauf ankommt, die psychologischen Tatsachen durch psychologischen Hilfsvorstellungen zu erfassen.
Wort, das 279 280 war doch ursprünglich ein Zauber
Zertifizierung ² 319 die Anteilnahme der Behörden erschöpft sich vorläufig in den mancherlei Schwierigkeiten, die sie dem jungen Unternehmen bereiten.
Ziel, therapeutisches 295 Wir wollen das Ich herstellen, es von seinen Einschränkungen befreien, ihm die Herrschaft über das Es wiedergeben, die es infolge seiner frühen Verdrängungen eingebüsst hat. Nur zu diesem Zweck machen wir die Analyse ... 295 die Konflikte besser als durch einen Fluchtversuch zu erledigen 295 führt ...in diese Lebenszeit zurück 295 vergessene Konfliktsituationen, die wir in der Erinnerung wieder beleben wollen ... Symptome, Träume, freie Einfälle. 315 Kampf gegen alle diese Widerstände ist unsere Hauptarbeit während der analytischen Kur, die Aufgabe der Deutungen verschwindet dagegen 315 die lange Behandlungsdauer 315 durch diesen Kampf und die Überwindung der Widerstände wird aber auch das Ich ... so verändert und gestärkt 315 alle Bemühungen, die analytische Kur ausgiebig zu beschleunigen, sind bisher gescheitert. Der beste Weg zu ihrer Abkürzung scheint ihre korrekte Durchführung zu sein. [Technik] 315 nicht zur Unterdückung der Symptome - das unterscheidet die analytische Behandlung von anderen Verfahren der Psychotherapie -, sondern als Triebkraft, um das Ich des Kranken zur Überwindung seiner Widerstände zu veranlassen. 347 sondern ihn aus seinem eigenen Innern bereichern, indem wir seinem Ich die Energien zuführen, die durch Verdrängung unzugänglich in seinem Unbewussten gebunden sind, und jene anderen, die das Ich in unfruchtbarer Weise zur Aufrechterhaltung der Verdrängungen verschwenden muss. 347 ob es nicht ökonomischer ist, den Defekt von aussen zu stützen als von innen zu reformieren.
 
* sofern nichts anderes vermerkt beziehen sich alle Seitenzahlen auf die "Freud-Studienausgabe"
in 10 Bänden (mit Ergänzungsband), Frankfurt a. Main, 1982
¹ Erwähnung "avant la lettre"
² Erwähnung der Sache nach (implizit), ohne Begriffsnennung im betreffenden Freud-Text