Das ökonomische Problem des Masochismus (1924) *

Aggression 353
Angst 350 Das Ich reagiert mit Angstgefühlen (Gewissensangst) auf die Wahrnehmung, dass es hinter den von seinem Ideal, dem Über-Ich, gestellten Anforderungen zurückgeblieben ist.
Annahme 345 347 der zwei Triebarten [vgl. Idee, Jenseits des Lustprinzips]
Bändigung 347
behaviour 345 (!)
Bemächtigungstrieb 347 er heisse dann Destruktionstrieb, Bemächtigungstrieb, ... Wille zur Macht 347 e. Anteil dieses Triebes wird direkt in den Dienst der Sexualfunktion gestellt ... dies ist der eigentliche Sadismus
biologisch 345
Desexualisierung ² 350 e. Ablenkung von den direkten Sexualzielen erfuhr
Destruktionstrieb 347 Todes- od. Destruktionstrieb 347 er heisse dann Destruktionstrieb, Bemächtigungstrieb, ... Wille zur Macht 347 e. Anteil dieses Triebes wird direkt in den Dienst der Sexualfunktion gestellt ... dies ist der eigentliche Sadismus
Elternpaar 350
Fechner 343 Fechnersche Tendenz zur Stabilität aufgefasst
feminin 345 Ausdruck d. femininen Lebens u. als e. Norm d. Lebensverhaltens 346 Übereinanderschichtung de Infantilen u. des Femininen 353 in passive (feminine) sexuelle Einstellung zu ihm zu treten
Feminine, das ² 346
Funktion 344
Gewissen 350 Das Ich reagiert mit Angstgefühlen (Gewissensangst) auf die Wahrnehmung, dass es hinter den von seinem Ideal, dem Über-Ich, gestellten Anforderungen zurückgeblieben ist. 351 Die nämlichen Personen aber, welche im Über-Ich als Gewissensinstanz 352 als seien sie übermässig moralisch gehemmt, ständen unter der Herrschaft eines besonders empfindlichen Gewissens, obwohl ihnen von solcher Übermoral nichts bewusst ist. 353 Gewissen u. Moral sind durch die Überwindung, Desexualisierung, des Ödipuskomplexes entstanden 353 ein gutes Stück seines Gewissens an den Masochismus verloren gegangen ... 353 Die Phänomene d. Gewissens lassen aber erraten, dass die von der Aussenwelt wiederkehrende Destruktion auch ohne solche Verwandlung vom Über-Ich aufgenommen wird u. dessen Sadismus gegen das Ich erhöht 354 Der erste Triebverzicht ist ein durch äussere Mächte erzwungener, und erschafft erst die Sittlichkeit, die sich im Gewissen ausdrückt und weiteren Triebverzicht fordert.
Gott 352 immer noch wie ein Elternpaar - mythologisch - empfinden
Heilung 349 gegen alle Theorie u. Erwartung e. Neurose, die alle therapeutischen Bemühungen getrotzt hat, verschwinden kann, wenn ... in das Elend einer unglücklichen Ehe ..., ihr Vermögen verloren oder e. eine bedrohliche organische Erkrankung erworben hat. 350 Eine Form des Leidens ist dann durch e. andere abgelöst worden ... es kam nur darauf an, ein gewisses Mass von Leiden festhalten zu können
historisch 351
Ich 350 wie das Über-Ich zu dieser anspruchsvollen gekommen ist und warum das Ich im Falle einer Differenz mit seinem Ideal sich fürchten muss... 350 Funktion, die drei Instanzen, denen es dient, miteinander zu vereinbaren, wie zu versöhnen ... 350 sein Vorbild, dem es nachstreben kann, im Über-Ich ... Beim letzteren hingegen auf den eigenen Masochismus des Ichs, der nach Strafe, sei es vom Über-Ich, sei es von den Elternmächten draussen, verlangt
Ideal 350
Imago 351 die von ihnen erübrigten Imagines schliessen dann die Einflüsse von Lehrern, Autoritäten, selbstgewählten Vorbildern ...
Imperativ, kategorischer 351 Der kategorische Imperativ Kants ist so der direkte Erbe des Ödipuskomplexes
Impotenz 345 (häufig darum impotenter Personen) [wegen femininem Masochismus]
Kastration 346 od. die sie vertretende Blendung
Kindheitsentwicklung 351 zur fortschreitenden Loslösung von den Eltern führte
Konstitution 347 in den verschiedenen Sexualsituationen
Krankheitsgewinn 349 des in der Regel zusammengesetzten Krankheitsgewinnes ... Kräftesumme, welche s. gegen die Genesung sträubt u. das Kranksein nicht aufgeben will; das Leiden, das die Neurose mit s. bringt, ist gerade das Moment, durch das sie der masochistischen Tendenz wertvoll wird. 349 gegen alle Theorie u. Erwartung e. Neurose, die alle therapeutischen Bemühungen getrotzt hat, verschwinden kann, wenn ... in das Elend einer unglücklichen Ehe ..., ihr Vermögen verloren oder e. eine bedrohliche organische Erkrankung erworben hat.
Lebenstrieb 344 der Lebenstrieb, die Libido, ...
Leiden 349 Leiden, das die Neurose mit s. bringt, ist gerade das Moment, durch sie der masochistischen Tendenz wertvoll wird 350 e. Form d. Leidens ist ganz durch e. andere abgelöst worden (unglückliche Ehe, organische Erkrankung) 350 Eine Form des Leidens ist dann durch e. andere abgelöst worden ... es kam nur darauf an, ein gewisses Mass von Leiden festhalten zu können
Libido 344 der sich in solcher Weise seinen Anteil an der Regulierung d. Lebensvorgänge neben dem Todestrieb erzwungen hat. 347 es fehlt uns jedes physiologische Verständnis dafür ... diese Bändigung d. Todestriebes durch die Libido vollziehen mag 348 d. erogene Masochismus macht alle Entwicklungsphasen d. Libido mit ... psychische Umkleidungen
Lust/Unlust 343 jede Unlust müsste mit einer Erhöhung, jede Lust mit einer Erniedrigung der im Seelischen vorhandenen Reizspannung zusammenfallen 344 würde die Funktion haben, vor den Ansprüchen der Lebenstriebe, der Libido, zu warnen, welche den angestrebten Ablauf des Lebens zu stören versuchen 344 können also nicht auf Zunahme od. Abnahme e. Quantität, die wir Reizspannung heissen, wenngleich sie offenbar mit diesem Moment viel zu tun haben ... nicht an diesem quantitativen Faktor hängen, sondern an einem Charakter desselben, den wir nur als qualitativ bezeichnen können.
Lustprinzip 343 Vermeidung v. Unlust u. Gewinnung v. Lust 343 Schmerz u. Unlust nicht mehr Warnungen, sondern selbst Ziele sein können, ist das Lustprinzip lahmgelegt, der Wächter unseres Seelenlebens ...narkotisiert 343 Wächter unseres Lebens anstatt nur unseres Seelenlebens 343 wir haben das Lust-Unlustprinzip unbedenklich mit diesem Nirwanaprinzip identifiziert 344 würde die Funktion haben, vor den Ansprüchen der Lebenstriebe, der Libido, zu warnen, welche den angestrebten Ablauf des Lebens zu stören versuchen 344 allein diese Auffassung kann nicht richtig sein 344 das dem Todestrieb zugehörige Nirwanaprinzip im Lebewesen e. Modifikation erfahren hat, durch die es zum Lustprinzip wurde und werden es von nun an vermeiden, die beiden Prinzipien für eines zu halten. 344 vertritt den Anspruch d. Libido 345 dass die Bezeichnung des Lustprinzips als Wächter des Lebens nicht abgelehnt werden kann
manifester Inhalt 345 geknebelt, gebunden, in schmerzhafter Weise geschlagen ... irgendwie misshandelt ... Gehorsam gezwungen, beschmutzt, erniedrigt, zu werden 346 ... auch Verstümmelungen 346 das Material ist sehr gleichartig
Masochismus 343 ökonomisch rätselhaft 343 erscheint uns ... im Lichte e. grossen Gefahr 345 der erogene Masochismus, die Schmerzlust, liegt genau auch den beiden anderen Formen zugrunde, ... ist biologisch u. konstitutionell zu begründen 345 o. Phantasie sind ja nur die spielerische Ausführung der Phantasien 345 a Phantasien masochistischer (häufig darum impotenter) Personen, die entweder in den onanistischen Akt auslaufen od. für sich allein die Sexualbefriedigung darstellen b die realen Veranstaltungen masochistisch Perverser als Selbstzweck ... oder zur Herstellung der Potenz und Einleitung des Geschlechtsakts 345 Eine Bedingtheit der Sexualerregung als e. Ausdruck d. femininen Wesens u. als e. Norm des Lebensverhaltens (behaviour) 346 die Person in eine für die Weiblichkeit charakteristische Situation versetzen, also kastriert werden, koitiert werden oder Gebären bedeutet. 346 Ich habe darum diese Erscheinung des Masochismus den femininen, gleichsam a potiori genannt, obwohl soviele seiner Elemente auf das Infantilleben hinweisen. 346 die masochistischen Quälereien machen übrigens selten e. so ernsthaften Eindruck wie die - phantasierten od. inszenierten - Grausamkeiten des Sadismus 346 Miterregung bei Schmerz u. Unlustspannung ... ein physiologischer Mechanismus, der späterhin versiegt ... physiologische Grundlage ..., die dann als erogener Masochismus psychisch überbaut wird 349 Leiden, das die Neurose mit s. bringt, ist gerade das Moment, durch sie der masochistischen Tendenz wertvoll wird 352 Unterschied, der eine solche unbewusste Fortsetzung der Moral vom moralischen Masochismus trennt. Bei der ersteren fällt der Akzent auf den gesteigerten Sadismus des Über-Ichs, dem das Ich sich unterwirft. Beim letzteren hingegen auf den eigenen Masochismus des Ichs, der nach Strafe, sei es vom Über-Ich, sei es von den Elternmächten draussen, verlangt 352 Das masochistische Streben des Ichs in der Regel der Person verborgen bleibt und aus ihrem Verhalten erschlossen werden muss. 352 Die Unbewusstheit des moralischen Masochismus leitet uns auf eine naheliegende Spur 353 schafft die Versuchung, zum „sündhaften“ Tun, welches dann durch die Vorwürfe des sadistischen Gewissens ... oder durch die Züchtigung der grossen Elternmacht des Schicksals gesühnt werden muss. Um die Bestrafung durch diese letzte Elternvertretung zu provozieren, muss der Masochist das Unzweckmässige tun, gegen seinen eigenen Vorteil arbeiten, die Aussichten zerstören, die sich ihm in der realen Welt eröffnen, und evtl. seine eigene reale Existenz vernichten. 353 Sadismus d. Über-Ichs und der Masochismus des Ichs ergänzen einander u. vereinigen s. zur Hervorrufung derselben Folgen
Masochismus, erogener 345 der erogene Masochismus, die Schmerzlust, liegt genau auch den beiden anderen Formen zugrunde, ... ist biologisch u. konstitutionell zu begründen 346 ruht ganz auf dem primären, erogenen, der Schmerzlust 346 Miterregung bei Schmerz u. Unlustspannung ... ein physiologischer Mechanismus, der späterhin versiegt ... physiologische Grundlage ..., die dann als erogener Masochismus psychisch überbaut wird. 348 Nachdem ... Hauptteil nach aussen auf die Objekte ... verbleibt ... im Innern der eigentliche, erogene Masochismus, der seinerseits e. Komponente der Libido geworden ist, andererseits immer noch das eigene Wesen zum Objekt hat 348 Ein Zeuge u. Überrest jener Bildungsphase, in der die für das Leben so wichtige Legierung von Todestrieb u. Eros geschah.
Masochismus, femininer 346 ruht ganz auf dem primären, erogenen, der Schmerzlust
Masochismus, moralischer 345 ist das meist unbewusste Schuldgefühl erst neuerlich von der Psychoanalyse gewürdigt [Das Ich und das Es] 349 diese Einschränkung (die geliebte Person) ist beim moralischen Masochismus fallengelassen. Das Leiden selbst ist das, worauf es ankommt 349 Die Libido beiseite zu lassen u. sich auf die Annahme zu beschränken, dass hier der Destruktionstrieb wieder nach innen gewendet wurde u. nun gegen das eigene Selbst wütet. 349 Selbstbeschädiger 352 als seien sie übermässig moralisch gehemmt, ständen unter der Herrschaft eines besonders empfindlichen Gewissens, obwohl ihnen von solcher Übermoral nichts bewusst ist. 353 durch d. moralischen Masochismus wird die Moral wieder sexualisiert, der Ödipuskomplex neu belebt, e. Regression von der Moral zum Ödipuskomplex angebahnt 353 geschieht weder zum Vorteil der Moral noch des Individuums 354 klassischen Zeugen für die Existenz der Triebvermischung ... Gefährlichkeit rührt daher, dass er vom Todestrieb abstammt, jenem Anteil desselben entspricht, welcher der Auswärtswendung als Destruktionstrieb entging ... 354 anderseits die Bedeutung einer erotischen Komponente hat, kann auch die Selbstzerstörung d. Person nicht ohne libidinöse Befriedigung erfolgen.
Masochismus, sekundärer 348 nach aussen gewendete, projizierte Sadismus oder Destruktionstrieb wieder introjiziert, nach innen gewendet werden kann ... er ergibt dann den sekundären Masochismus, der s. zum ursprünglichen hinzuaddiert.
Masturbation 346 sieht wie e. oberflächliche Rationalisierung d. masochistischen Inhalte aus, es steht aber die Beziehung zur infantilen Masturbation dahinter
Modifikation 344
Moral 351 die Quelle unserer individuellen Sittlichkeit (Moral) 353 durch d. moralischen Masochismus wird die Moral wieder sexualisiert, der Ödipuskomplex neu belebt, e. Regression von der Moral zum Ödipuskomplex angebahnt 353 geschieht weder zum Vorteil der Moral noch des Individuums 354 [Ethik] Man stellt es gewöhnlich so dar, als sei die sittliche Aufforderung das Primäre und der Triebverzicht ihre Folge. Dabei bleibt die Herkunft der Sittlichkeit unerklärt ... 354 Der erste Triebverzicht ist ein durch äussere Mächte erzwungener, und erschafft erst die Sittlichkeit, die sich im Gewissen ausdrückt und weiteren Triebverzicht fordert.
Nates 348 erogen bevorzugte Körperpartie der sadistisch-analen Phase, wie die Mamma der oralen, der Penis der genitalen
negative therapeutisch Reaktion 349 die Stärke e. solchen Regung einen der schwersten Widerstände u. die grösste Gefahr für den Erfolg unserer ärztlichen od. erzieherischen Absichten [Pädagogik] bedeutet.
Nirwanaprinzip 343 dem seelischen Apparat die Absicht zugeschrieben, die ihm zuströmende Erregungssumme zu nichts zu machen od. wenigstens nach Möglichkeit niedrig zu halten 343 das Nirwana- (und das mit ihm angeblich identische Lust-)prinzip würde ganz im Dienst der Todestriebe stehen, deren Ziel die Überführung des unsteten Lebens in die Stabilität des anorganischen Zustandes ist 344 das dem Todestrieb zugehörige Nirwanaprinzip im Lebewesen e. Modifikation erfahren hat, durch die es zum Lustprinzip wurde und werden es von nun an vermeiden, die beiden Prinzipien für eines zu halten. 344 Drückt die Tendenz des Todestriebes aus
Organisation 348 orale Organisation ... sadistisch-anale Phase ... phallischen Organisationsstufe ... endgültige Genitalorganisation
Phantasie 345 o. Veranstaltung 346 die masochistischen Phantasien e.besonders reiche Verarbeitung erfahren haben
Phase 348 erogen bevorzugte Körperpartie der sadistisch-analen Phase, wie die Mamma der oralen, der Penis der genitalen
Physiologie 347 es fehlt uns jedes physiologische Verständnis dafür ... diese Bändigung d. Todestriebes durch die Libido vollziehen mag
Projektion 348
qualitativ 344 qualitativer Charakter ... der Rhythmus , zeitlicher Ablauf in den Veränderungen, ...
Quantität 344 die wir Reizspannung heissen
Rationalisierung 346
real 351 Die nämlichen Personen aber, welche im Über-Ich als Gewissensinstanz weiterwirken, nachdem sie aufgehört haben, Objekte der libidinösen Regungen des Es zu sein, gehören aber auch der realen Aussenwelt an ... ihre Macht, hinter der sich alle Einflüsse der Vergangenheit und Überlieferung verbergen, war eine der fühlbarsten Äusserungen der Realität 351 realen Aussenwelt
Realitätsprinzip 344 u. dessen Modifikation, das Realitätsprinzip 345 zeitlicher Aufschub der Reizabfuhr
Regression 353 von der Moral zum Ödipuskomplex
regressiv 353 nur eine regressive Entstellung derselben ist (Schlagewunsch u. sexuelle Beziehung)
Regulierung 344 der Lebensvorgänge
resistent 351 deren Personen, von dem resistenter gewordenen Ich nicht mehr introjiziert zu werden brauchen.
Sadismus 343 Widerpart 346 die masochistischen Quälereien machen übrigens selten e. so ernsthaften Eindruck wie die - phantasierten od. inszenierten - Grausamkeiten des Sadismus 347 er heisse dann Destruktionstrieb, Bemächtigungstrieb, ... Wille zur Macht 347 e. Anteil dieses Triebes wird direkt in den Dienst der Sexualfunktion gestellt ... dies ist der eigentliche Sadismus 348 nach aussen gewendete, projizierte Sadismus oder Destruktionstrieb wieder introjiziert, nach innen gewendet werden kann ... er ergibt dann den sekundären Masochismus, der s. zum ursprünglichen hinzuaddiert. 353 Rückwendung des Sadismus gegen d. eigene Person ereignet s. regelmässig bei der kulturellen Triebunterdrückung , welche einen grossen Teil der destruktiven Triebkomponenten der Person von der Verwendung im Leben abhält. 353 Sadismus d. Über-Ichs und der Masochismus des Ichs ergänzen einander u. vereinigen s. zur Hervorrufung derselben Folgen
Schicksal 351 Die letzte Gestalt dieser mit den Eltern beginnenden Reihe ist die dunkle Macht des Schicksals
Schuldbewusstsein 350 in welchen Qualen (Gewissensbissen) s. ein bewusstes Schuldgefühl, Schuldbewusstsein, äussert ... 350 im Schuldbewusstsein den Ausdruck e. Spannung zw. Ich u. Überich erkannt.
Schuldgefühl, unbewusstes 345 ist das meist unbewusste Schuldgefühl erst neuerlich von der Psychoanalyse gewürdigt [Das Ich und das Es] 346 Im manifesten Inhalt d. masochistischen Phantasien kommt auch e. Schuldgefühl zum Ausdruck 346 leitet Schuldmoment zur dritten, moralischen Form d. Masochismus über. 349 „unbewusstes“ Schuldgefühl 350 wird uns von den Patienten nicht geglaubt 350 Psychologisch inkorrekte Benennung „unbewusstes Schuldgefühl“ verzichten u. dafür „Strafbedürfnis“ sagen
Selbst 349
Spannung/Entspannung 344
Strafbedürfnis 350 dafür (für unbewusstes Schuldgefühl) „Strafbedürfnis“ sagen
Technik 350 wird uns von den Patienten nicht geglaubt (unbewusstes Schuldgefühl)
Todesangst 352 elterliche Auffassung des Schicksals
Todestrieb 343 das Nirwana- (und das mit ihm angeblich identische Lust-)prinzip würde ganz im Dienst der Todestriebe stehen, deren Ziel die Überführung des unsteten Lebens in die Stabilität des anorganischen Zustandes ist 344
Trieb 347 zwei Triebarten, die wir uns im Lebewesen wirksam denken 347 Libido trifft in (vielzähligen) Lebewesen auf den dort herrschenden Todes- od. Destruktionstrieb, welcher, welcher dies Zellenwesen zersetzen ... in den Zustand der anorganischen Stabilität ... überführen möchte. Sie (die Libido) hat die Aufgabe, diesen destruierenden Trieb unschädlich zu machen ... mit Hilfe e. besonderen Organsystems, der Muskulatur, nach aussen ableitet, gegen die Objekte d. Aussenwelt richtet. 347 es fehlt uns jedes physiologische Verständnis dafür ... diese Bändigung d. Todestriebes durch die Libido vollziehen mag
Triebentmischung 351 welche mit einer solchen Einführung ins Ich einhergeht, die Strenge e. Steigerung erfuhr
Triebunterdrückung, kulturelle 353 Rückwendung des Sadismus gegen d. eigene Person ereignet s. regelmässig bei der kulturellen Triebunterdrückung , welche einen grossen Teil der destruktiven Triebkomponenten der Person von der Verwendung im Leben abhält. 353 als e. Steigerung des Masochismus im Ich zum Vorschein kommt. 353 Sadismus d. Über-Ichs und der Masochismus des Ichs ergänzen einander u. vereinigen s. zur Hervorrufung derselben Folgen 353 Aus der Triebunterdrückung - häufig od. ganz allgemein - ein Schuldgefühl resultiert und dass das Gewissen umso strenger u. empfindlicher wird, je mehr s. die Person der Aggression gegen andere enthält 354 Der erste Triebverzicht ist ein durch äussere Mächte erzwungener, und erschafft erst die Sittlichkeit, die sich im Gewissen ausdrückt und weiteren Triebverzicht fordert.
Triebvermischung 348 variable Vermischung u. Verquickung der beiden Triebarten ... nicht mit e. Todes- und Lebenstrieb, sondern mit verschiedenen Vermengungen derselben rechnen sollten ... Entmischung
Über-Ich 350 Funktion des Gewissens 350 wie das Über-Ich zu dieser anspruchsvollen gekommen ist und warum das Ich im Falle einer Differenz mit seinem Ideal sich fürchten muss... 350 Das Ich reagiert mit Angstgefühlen (Gewissensangst) auf die Wahrnehmung, dass es hinter den von seinem Ideal, dem Über-Ich, gestellten Anforderungen zurückgeblieben ist. 350 Ebensosehr Vertreter des Es wie die Aussenwelt. 350 Es ist entstanden, dass die ersten Objekte der libidinösen Regungen des Es, das Elternpaar, ins Ich introjiziert wurden 351 behielt nun wesentlich Charaktere der introjizierten Personen bei, ihre Macht, Strenge, Neigung zu Beaufsichtigung u. Bestrafung 351 das in ihm wirksame Gewissen, kann nun hart, grausam, unerbittlich gegen das von ihm behütete Ich werden. 351 Der kategorische Imperativ Kants ist so der direkte Erbe des Ödipuskomplexes 351 Die nämlichen Personen aber, welche im Über-Ich als Gewissensinstanz weiterwirken, nachdem sie aufgehört haben, Objekte der libidinösen Regungen des Es zu sein, gehören aber auch der realen Aussenwelt an ... ihre Macht, hinter der sich alle Einflüsse der Vergangenheit und Überlieferung verbergen, war eine der fühlbarsten Äusserungen der Realität 351 Ersatz des Ödipus-Komplexes ... Repräsentanten der realen Aussenwelt ... Vorbild f. das Streben des Ichs ... 351 Ödipuskomplex erweist sich so, wie bereits historisch gemutmasst wurde, als die Quelle unserer individuellen Sittlichkeit (Moral) 351 ... von ihnen erübrigten Imagines schliessen dann die Einflüsse von Lehrern,Autoritäten, selbstgewählten Vorbildern und sozial anerkannten Helden an, ... die dunkle Macht des Schicksals 352 Sadismus des Über-Ichs meist grell bewusst wird. 353 Die Phänomene d. Gewissens lassen aber erraten, dass die von der Aussenwelt wiederkehrende Destruktion auch ohne solche Verwandlung vom Über-Ich aufgenommen wird u. dessen Sadismus gegen das Ich erhöht.
Umkleidung, psychische 348 [masochistische Phantasien] Angst vor totem Tier (Vater) gefressen zu werden, ... Wunsch, vom Vater geschlagen zu werden ...Kastration ... Genitalorganisation ... Weiblichkeit ... des Koitiertwerdens
Ursadismus 348 der im Organismus wirkende Todestrieb - der Ursadismus - sei mit dem Masochismus identisch
Veranstaltung 345 o. Phantasie sind ja nur die spielerische Ausführung der Phantasien
Verleugnung 348 Kastration (obwohl später verleugnet)
Weiblichkeit 346 die Person in eine für die Weiblichkeit charakteristische Situation versetzen, also kastriert werden, koitiert werden oder Gebären bedeutet. 346 Übereinanderschichtung des Infantilen u. des Femininen 348 die f. die Weiblichkeit charakteristischen Situationen des Koitiertwerdens u. des Gebärens
Wissenschaftstheorie 345 wenn man s. nicht zu einigen Annahmen über ganz dunkle Verhältnisse entschliesst 347 Unzulänglichkeit dieser Erklärung zeigte sich ... , ...., in ihr kein Licht auf die regelmässigen u. intimen Beziehungen des Masochismus zu seinem Widerpart 349 Technischen Gewöhnung getreu, wollen wir uns zuerst mit der extremen, unzweifelhaften pathologischen Form dieses Masochismus beschäftigen 350 Wir können uns ... nicht abhalten lassen, dies unbewusste Schuldgefühl nach dem Muster des bewussten zu beurteilen und zu lokalisieren [Heuristik d. Analogie]. 352 Beide Male handelt es sich um eine Relation zwischen dem Ich und dem Über-Ich. 353 Aus der Triebunterdrückung - häufig od. ganz allgemein - ein Schuldgefühl resultiert und dass das Gewissen ..
 
* sofern nichts anderes vermerkt beziehen sich alle Seitenzahlen auf die "Freud-Studienausgabe"
in 10 Bänden (mit Ergänzungsband), Frankfurt a. Main, 1982
¹ Erwähnung "avant la lettre"
² Erwähnung der Sache nach (implizit), ohne Begriffsnennung im betreffenden Freud-Text