Trauer und Melancholie (1917) *

Abraham 203
Acting ² 206 es blieb unverständlich, durch welches Kräftespiel e. solche Absicht s. zur Tat durchsetzen kann.
Alkohol ² 208 Alkoholrausch: in dieselbe Reihe v. Zuständen gehörigen Alkoholrausch ... toxisch erzielte Aufhebung v. Verdrängungsaufwänden.
Ambivalenz 204 Ambivalenz d. Liebesbeziehungen 205 was d. Ambivalenzkonflikt f. sich allein leistet, wenn d. regressive Einziehung d. Libido nicht mit dabei ist. 210 Ambivalenzkonflikt a) konstitutionell b) geht gerade aus d. Erlebnissen hervor, welche die Drohung d. Objektverlustes mit s. bringen. 210 Ambivalenzkonflikt: die konstitutive Ambivalenz gehört an u. für sich d. Verdrängten an [Urverdrängung]. 211 Ambivalenzkampf: lockert d. Fixierung d. Libido an das Objekt ... indem er dieses ... gleichsam auch erschlägt.
Anlass (Auslöser) 197 207 e. wahrscheinlich somatisches, psychogen nicht aufzuklärendes Moment kommt in d. regelmässigen Linderung d. Zustandes zur Abendzeit zum Vorschein.
Arbeit 209 der Trauer 209 melancholische Arbeit 210 dieser Weg ist f. die melancholische Arbeit gesperrt . 210 was das Bw von der melancholischen Arbeit erfährt ist nicht das wesentliche Stück derselben. 211 d. ubw Stück d. Arbeit ... 211 dass d. Prozess im Ubw zu Ende komme, ... nachdem d. Wut s. ausgetobt hat, sei es nachdem d. Objekt als wertlos aufgegeben wurde.
Auflehnung 202
Auslöser ² 205 die Anlässe d. Melancholie gehen weit über den klaren Fall des Verlustes durch den Tod hinaus ... alle die Situationen von Kränkung, Zurücksetzung ... Enttäuschung, durch welche e. Gegensatz v. Lieben u. Hassen in die Beziehung eingetragen od. von e. vorhandene Ambivalenz verstärkt werden kann ... 210 konstitutionell 210 Mehrzahl v. Ursachen ... Zusammenwirken derselben.
Bewusstsein 210 was das Bw von der melancholischen Arbeit erfährt ist nicht das wesentliche Stück derselben.
Depression 204 zwangsneurotische Depressionen [Ersterwähnung?] 208 Depression u. Hemmung d. Melancholie.
Disposition 197 und Melancholie.
Freude 207 Freude, Jubel, Triumph: Normalvorbild d. Manie. 208 grosser, lange unterhaltener psych. Aufwand endlich überflüssig wird, so dass er f. manche Verwendungen u. Abfuhrmöglichkeiten bereitsteht.
Gegenbesetzung 206 208 der ganze Betrag v. Gegenbesetzung, den das schmerzhafte Leiden d. Melancholie aus d. Ich an sich gezogen u. gebunden hatte. „Gegenbesetzung“ 211
Gesichtspunkt 209 ökonomischer Fn 209 topischer Gesichtspkt.
Gewissen 201 Instanz ... zu den grossen Ichinstitutionen rechnen
Halluzination 198 halluzinatorische Wunschpsychose
Hamlet 200
Hass 205 so bestätigt s. an diesem Ersatzobjekt der Hass. 210
Ich 198 Hemmung u. Einschränkung d. Ichs ... Hingabe an die Trauer. 199 Tatsächlich wird das Ich nach der Vollendung der Trauerarbeit wieder frei u. ungehemmt. 203 Konflikt zw. d. Ich u. der geliebten Person ... 206. 206 mit e. analogen Arbeit können wir das Ich während d. Melancholie beschäftigt denken. 210 wenn das Objekt keine so grosse, durch tausendfältige Verknüpfung verstärkte Bedeutung für das Ich hat, so ist sein Verlust auch nicht geeignet, eine Trauer od. e. Melancholie zu verursachen. 211 das Ich s. herabwürdigt u. gegen sich wütet. 211 mag dabei d. Befriedigung geniessen, dass es s. als das bessere, als dem Objekt überlegen anerkennen darf. 211 Konflikt im Ich, den d. Melancholie für d. Kampf um das Objekt eintauscht.
Ideal 197 zu den grossen Ichinstitutionen rechnen 201 Gewissen ... Bewusstseinszensur ... Realitätsprüfung zu den grossen ... s.oben.
Identifizierung 203 narzisstische Identifizierung (Ersatz d. Objektliebe durch Ich): ein f. die narzisstischen Affektionen bedeutsamer Mechanismus. 203 Vorstufe d. Objektwahl, ... ambivalenter Art, wie das Ich e. Objekt auszeichnet. 204 u. Hysterie 204 Unterschied narzisstische/hysterische Identifizierung (Objektbesetzung aufgelassen; bei letzterer bestehen bleibt). 204 e. Wirkung äussert, die sich gewöhnlich auf gewisse einzelne Aktionen u. Innervationen beschränkt. 204 auch bei den Übertragungsneurosen d. Ausdruck e. Gemeinschaft, welche Liebe bedeuten kann. 204 narzisstische Identifizierung ist die ursprünglichere. 205 Die Liebe zum Objekt, die nicht aufgegeben werden kann, während das Objekt selbst aufgegeben wird, in die narzisstische Identifizierung geflüchtet. 205
Instanz 201 kritische Instanz: vom Ich abgespalten, ... diese Instanz vom übrigen Ich zu sondern ... die gewöhnlich Gewissen genannte Instanz; mit der Bewusstseinszensur u. der Realitätsprüfung zu den grossen Ichinstitutionen rechnen. 203 Irgendwo die Beweise finden, dass sie für sich allen erkranken kann. 203 welches nun von e. besondern Instanz wie e. Objekt, wie das verlassene Objekt, beurteilt werden konnte. 210 zw. e. Teil d. Ichs u. der kritischen Instanz.
Klarheit 208 nicht erwarten können, ... den Weg zur Klarheit zu finden.
Komplex 206 d. melancholische Komplex verhält s. wie e. offene Wunde, zieht v. allen Seiten Besetzungenergien an sich ... u. entleert d. Ich bis zur völligen Verarmung. [Komplex: s. Entwurf] [vgl. „Komplex der toten Mutter“].
Konflikt 203 zw. d. Ich u. der geliebten Person ... Ichkritik u. dem durch Identifizierung veränderten Ich. 210 zw. e. Teil d. Ichs u. der kritischen Instanz.
Libido 198 dass d. Mensch e. Libidoposition nicht gern verlässt [Klebrigkeit].
Libido 198 dass d. Mensch e. Libidoposition nicht gern verlässt [Klebrigkeit].
Liebe 210 durch ihre Flucht ins Ich der Aufhebung entzogen.
Liebesbesetzung 205 zweifaches Schicksal sie ist zum Teil auf die Identifizierung regrediert, zum andern Teil unter d. Einfluss d. Ambivalenzkonflikts auf d. ihm nähere Stufe d. Sadismus zurückversetzt worden.
Manie 207 zyklisches Irresein (Kräpelin). 207 die Manie keinen andern Inhalt hat als d. Melancholie, dass beide Affektionen mit demselben „Komplex“ ringen, dem das Ich wahrscheinlich in d. Melancholie erlegen ist, während es ihn in der Manie bewältigt od. beiseite geschoben hat. 208 nichts anderes ist als e. solcher Triumph, nur dass es wiederum d. Ich verdeckt bleibt, was es überwunden hat u. worüber es triumphiert. 208 muss das Ich den Verlust des Objekts (od. die Trauer über d. Verlust od. vielleicht das Objekt selbst) überwunden haben. 208 Befreiung v. dem Objekt ... wie e. heisshungriger auf neue Objektbesetzungen ausgeht. 211 ökonomische Bedingung f. das Zustandekommen d. Manie nach abgelaufener Melancholie aus der Ambivalenz abzuleiten (?) 211 drei Voraussetzungen: 1. Verlust d. Objekts 2. Ambivalenz 3. Regression d. Libido ins Ich. 212 weitere Aufklärung d. Manie zu verschieben.
Melancholie 197 das Wesen der Melancholie 197 einige eher an somatische als an psychogene Affektionen mahnen. 197 Bei manchen Personen ... anstelle der Trauer eine Melancholie. 198 tiefschmerzliche Verstimmung, Aufhebung d. Interesses für d. Aussenwelt, Verlust d. Liebesfähigkeit, Hemmung jeder Leistung, Herabsetzung d. Selbstgefühls, Selbstvorwürfe u. Selbstbeschimpfungen, wahnhafte Erwartung v. Strafe. 199 Reaktion auf den Verlust e. geliebten Objekts. Bei anderen Veranlassungen ... Verlust von mehr ideeller Natur ist (verlassene Braut) ... Der Kranke nicht bewusst erfassen kann, was er verloren hat ... weiss wen, aber nicht, was er an ihm verloren hat. 199 [Ersterwähnung]. Die Melancholie irgendwie auf einen dem Bw entzogenen Objektverlust zu beziehen, zum Unterschied von der Trauer, bei welcher nichts an dem Verlust ubw ist. 199 innere Arbeit ... unbekannter Verlust b. d. Melancholie ... Hemmung 200 wir nicht sehen können, was die Kranken so ... absorbiert ... ausserordentliche Herabsetzung seines Ichgefühls, eine grossartige Ichverarmung. 200 moralischer Kleinheitswahn 200 höchst merkwürdige Überwindung des Triebes, der alles Lebende am Leben festzuhalten zwingt. 200 die Folge d. inneren, uns unbekannten, der Trauer vergleichbaren Arbeit, welches sein Ich aufzehrt. 201 Die brave, tüchtige u. pflichtgetreue Frau ... mehr Aussicht an Melancholie zu erkranken 201 aufdringliche Mitteilsamkeit, ... an der eigenen Blossstellung e. Befriedigung findet. 201 hat s. Selbstachtung verloren u. muss guten Grund dazu haben 201 aus seinen Aussagen geht e. Verlust an seinem Ich hervor. 201 das moralische Missfallen am eigenen Ich. 202 Schlüssel d. Krankheitsbildes ..., indem man d. Selbstvorwürfe als Vorwürfe gegen e. Liebesobjekt erkennt, die von diesem weg auf d. eigene Ich gewälzt sind. 202 Ihre Klagen sind Anklagen 202 im höchsten Grade quälerisch. 203 Objektbesetzung ... wenig resistent ... aufgehoben ... freie Libido ... ins Ich zurückgezogen ... dient dazu, e. Identifizierung d. Ichs mit d. aufgegebenen Objekt herzustellen. Der Schatten d. Objekts fiel so auf das Ich, welches nun von e. besondern Instanz wie e. Objekt, wie das verlassene Objekt, beurteilt werden konnte. 203 narzisstische Identifizierung (Ersatz d. Objektliebe durch Ich): ein f. die narzisstischen Affektionen bedeutsamer Mechanismus. 203 Voraussetzung: 1. starke Fixierung 2. geringe Resistenz d. Objektbesetzung 203 narzisstische Identifizierung mit d. Objekt wird dann zum Ersatz d. Liebesbesetzung. 204 u. orale Phase: entlehnt Teil ihrer Charaktere der Trauer, den andern Teil dem Vorgang der Regression von der narzisstischen Objektwahl zum Narzissmus . 204 u. Ambivalenz: Ambivalenzkonflikt u. pathologische Gestaltung (d. Trauer). 205 die Anlässe d. Melancholie gehen weit über den klaren Fall des Verlustes durch den Tod hinaus ... alle die Situationen von Kränkung, Zurücksetzung ... Enttäuschung, durch welche e. Gegensatz v. Lieben u. Hassen in die Beziehung eingetragen od. von e. vorhandene Ambivalenz verstärkt werden kann ... 206 dass sie nach e. gewissen Zeitraum abgelaufen ist, ohne nachweisbare grobe Veränderungen zu hinterlassen. 206 mit e. analogen Arbeit können wir das Ich während d. Melancholie beschäftigt denken. 206 d. melancholische Komplex verhält s. wie e. offene Wunde. 207 Ob nicht Ichverlust ohne Rücksicht auf das Objekt (rein narzisstische Ichkränkung) hinreicht, das Bild d. Melancholie zu erzeugen [primäre Depression?]. 208 der ganze Betrag v. Gegenbesetzung, den das schmerzhafte Leiden d. Melancholie aus d. Ich an sich gezogen u. gebunden hatte. 209 aufgelassene ubw Objektbesetzungen, Identifizierungsersatz im Ich. 209 Durchführung d. Libidoabziehung kann nicht ein momentaner Vorgang sein, sondern gewiss wie bei d. Trauer e. langwieriger, allmählich fortschreitender Prozess. 210 u. Trauer: Libidoablösung in gleicher Weise. 210 das Verhältnis z. Objekt ist bei ihr kein einfaches (Trauer), er wird durch d. Ambivalenzkonflikt kompliziert. 210 e. Unzahl v. Einzelkämpfen um das Objekt ..., in denen Hass u. Liebe miteinander ringen, die eine, um d. Libido v. Objekt zu ... 210 dass d. bedrohte Libidobesetzung endlich d. Objekt verlässt ... um s. auf d. Stelle d. Ichs ... zurückzuziehen.
Narzissmus ² 205 Urzustand, von dem das Triebleben ausgeht, e. so grossartige Selbstliebe d. Ichs
normal 202 d. Erfolg war nicht d. normale e. Abziehung d. Libido [psych. Kausalität]
Objekt 202 Vorwürfe gegen e. Liebesobj. 203 Liebesbesetzung 206 bei d. Regression v. d. narzisstischen Objektwahl das Objekt zwar aufgehoben worden, aber es hat sich doch mächtiger erwiesen als das Ich selbst. 210 wenn das Objekt keine so grosse, durch tausendfältige Verknüpfung verstärkte Bedeutung für das Ich hat, so ist sein Verlust auch nicht geeignet, eine Trauer od. e. Melancholie zu verursachen. 211 d. Fixierung d. Libido an das Objekt ... indem er dieses ... gleichsam auch erschlägt.
Objektbeziehung 202 [Ersterwähnung] 203 Objektliebe
Objektverlust 199 [Ersterwähnung]. Die Melancholie irgendwie auf einen dem Bw entzogenen Objektverlust zu beziehen, zum Unterschied von der Trauer, bei welcher nichts an dem Verlust ubw ist. 202 Sie stammen aus d. Für u. Wider d. Liebesstreites, der zum Liebesverlust geführt hat. 203 Der Objektverlust in einen Ichverlust verwandelt.
Objektwahl 202 eine Bindung d. Libido an e. bestimmte Person. 203 auf narzisstischer Grundlage (b. Melancholie).
oral 204 orale Libidophase [Ersterwähnung?, Abraham?]
Prämie 211
Prozess 209
Psychiatrie 197
psychogen 197 [Ersterwähnung?], psychogene Natur keinem Zweifel unterlag.
real 202 205
Realität 199 das Normale ist, dass d. Respekt vor der Realität den Sieg behält. 199 kann ihr Auftrag nicht sofort erfüllt werden. 209 u. Trauer: an jede einzelne d. Erinnerungen u. Erwartungssituationen, welche die Libido an das verlorene Objekt geknüpft zeigen, bringt d. Realität ihr Verdikt heran.
Realitätsprüfung 198 hat gezeigt, dass das geliebte Objekt nicht mehr besteht. 201 s. Ichinstitution. 204 [Ersterwähnung?] 206
regredieren 203
Regression 203 v. e. Typus d. Objektwahl auf d. ursprünglichen Narzissmus. 204 von der Objektbesetzung auf die noch dem Narzissmus angehörige orale Libidophase. 206 v. d. narzisstischen Objektwahl das Objekt zwar aufgehoben worden 210 der Libido (ins Ich) 210 nach dieser Regression d. Libido kann d. Vorgang bw werden.
Sadismus 205 so bestätigt s. an diesem Ersatzobjekt d. Hass, ... , an diesem Leiden e. sadistische Befriedigung gewinnt, 205 genussreiche Selbstquälerei in Melancholie
Schlaflosigkeit 206
Schmerz ² 198 e. „schmerzliche Stimmung“ 198 ökonomisch zu charakterisieren. 199 warum ... so ausserordentlich schmerzhaft ist, lässt sich in ökonomischer Begründung gar nicht leicht angeben. Es ist merkwürdig, dass uns diese Schmerzunlust selbstverständlich erscheint. [psychischer Schmerz] 211 Konflikt im Ich ... muss ähnlich wie e. schmerzhafte Wunde wirken.
selbst ² 205 Selbstliebe d. Ichs
Selbstmord 205 das Rätsel d. Selbstmordneigung ... so interessant. 205 wir es nicht erfassen, wie das Ich s. Selbstzerstörung zustimmen könne. 206 kein Neurotiker Selbstmordabsichten verspürt, d. solche nicht von e. Mordimpuls gegen andere auf sich zurückwendet. 206 das Ich s. nur dann töten kann, wenn es durch d. Rückkehr d. Objektbesetzung s. selbst wie e. Objekt behandeln kann. 206 u. Verliebtheit.
Spur, ubw 209
Stufe 205
Systeme, psychische 209
Todesangst ² 205 riesiger Betrag d. narzisstischen Libido freiwerden
Trauer 197 Normalaffekt der Trauer. 197 Verlust e. geliebten Person od. einer an ihre Stelle gerückten Abstraktion wie Vaterland, Freiheit, e. Ideal. 197 uns niemals einfällt, die Trauer als einen krankhaften Zustand zu betrachten. 198 dass sie nach e. gewissen Zeitraum überwunden sein wird. 198 Störung d. Selbstgefühls fällt weg. 198 Stimmung: eine „schmerzliche“. 199 [Trauerarbeit] unter grossem Aufwand von Zeit und Besetzungsenergie... die Existenz des verlorenen Objekts psychisch fortgesetzt. Jede einzelne der Erinnerungen u. Erwartungen, ... überbesetzt und an ihr die Lösung der Libido vollzogen. 199 Tatsächlich wird das Ich nach der Vollendung der Trauerarbeit wieder frei u. ungehemmt. 199 [Ersterwähnung]. Die Melancholie irgendwie auf einen dem Bw entzogenen Objektverlust zu beziehen, zum Unterschied von der Trauer, bei welcher nichts an dem Verlust ubw ist. 204 pathologische [Ersterwähnung?]. 206 die Zeit werde für die Detaildurchführung d. Gebotes d. Realitätsprüfung benötigt, nach welcher Arbeit d. Ich s. Libido v. verlorenen Objekt freibekommen habe. 208 überwindet ja auch d. Verlust d. Objekts u. absorbiert ... alle Energien d. Ichs. 209 narzisstische Befriedigung, am Leben zu sein. 209 Durchführung d. Libidoabziehung kann nicht ein momentaner Vorgang sein, sondern gewiss wie bei d. Trauer e. langwieriger, allmählich fortschreitender Prozess. 210 in d. Regel nur durch d. Realverlust, d. Tod d. Objektes, ausgelöst wird. 210 bei dieser letzteren besteht kein Hindernis dagegen, dass s. diese Vorgänge auf dem normalen Weg durch das Vbw zum Bw fortsetzen. 210 die traumatischen Erlebnisse mit d. Objekt mögen anderes Verdrängte aktiviert haben. 211 die Trauer d. Ich dazu bewegt, auf d. Objekt zu verzichten, indem es d. Objekt für tot erklärt.
Trauerarbeit 198 welche d. Trauer leistet. 198 erlässt nun d. Aufforderung, alle Libido aus ihren Verknüpfungen mit diesem Objekt abzuziehen. 199 Hemmung u. Interesselosigkeit durch die das Ich absorbierende Trauerarbeit restlos aufgeklärt.
Traum 197 Normalvorbild der narzisstischen Seelenstörungen Triumph 209 u. Trauer: an jede einzelne d. Erinnerungen u. Erwartungssituationen, welche die Libido an das verlorene Objekt geknüpft zeigen, bringt d. Realität ihr Verdikt heran.
Triumph 209 u. Trauer; an jede einzelne d. Erinnerungen u. Erwartungssituationen, welche die Libido an das verlorene Objekt geknüpft zeigen, bringt d. Realität ihr Verdikt heran
Übertragung ² 205 um ihnen ihre Feindseligkeit nicht direkt zeigen zu müssen
Ubw 210 diese Einzelkämpfe können wir in kein anderes System verlegen als in das Ubw, in das Reich d. sachlichen Erinnerungsspuren (im Gegensatz zu d. Wortbesetzungen)
Verarmung 202
Verarmungsangst 206 die Ableitung d. aus ihren Verbindungen gerissenen u. regressiv verwandelten Analerotik zulassen Verliebtheit 206 äusserste Verliebtheit u. der Selbstmord wird das Ich, ... vom Objekt überwältigt.
Verliebtheit 206 äusserste Verliebtheit u. der Selbstmord wird das Ich, ... vom Objekt überwältigt.
Verlust 197
Vorstellung (Ding-Vorstellung) 209 ... Wirklichkeit ist diese Vorstellung durch ungezählte Einzeleindrücke (ubw Spuren derselben) vertreten.
Wendung g. d. eigene Person 205
Wissenschaftstheorie 197 kleine Anzahl von Fällen ... den Anspruch auf allgemeine Gültigkeit unserer Ergebnisse ... fallenlassen. 200 er (d. Kranke) muss wohl irgendwie recht haben und etwas schildern, was sich so verhält, wie es ihm erscheint. 200 wir fragen uns nur, warum man erst krank werden muss, um solcher Wahrheit zugänglich zu sein. 201 seine psychologische Situation richtig beschreibt. 202 Diesen Vorgang zu rekonstruieren. 204 d. von d. Theorie geforderte Schluss. 204 entbehrt ... der Bestätigung durch die Untersuchung ... das empirische Material nicht zureicht ... 204 e. Übereinstimmung d. Beobachtung mit unseren Ableitungen. 207 Ich kann nicht versprechen, dass dieser Versuch voll befriedigend ausfallen wird, ... reicht vielmehr nicht weit über die Möglichkeit e. ersten Orientierung hinaus. 208 klingt ja plausibel, aber sie ist erstens zu wenig bestimmt u. lässt zweitens mehr neue Fragen u. Zweifel auftauchen, als wir beantworten können. 211 wesentliche Analogie zw. d. Arbeit d. Melancholie u. jener d. Trauer herauszufinden [Heuristik d. Analogie]. 211 Analogie.
Wortbesetzung 210
Zeit 206
Zwangneurose 205 u. Melancholie (Selbstquälerei)
Zwangsvorwürfe 211 nach Todesfällen
 
* sofern nichts anderes vermerkt beziehen sich alle Seitenzahlen auf die "Freud-Studienausgabe"
in 10 Bänden (mit Ergänzungsband), Frankfurt a. Main, 1982
¹ Erwähnung "avant la lettre"
² Erwähnung der Sache nach (implizit), ohne Begriffsnennung im betreffenden Freud-Text