Zur Dynamik der Uebertragung (1912) *

agieren 167 will seine Leidenschaften agieren.
Ambivalenz 166 [Ersterwähnung] hoher Grad von Ambivalenz bei neurotischen Personen. 166 die Ambivalenz der Gefühlsrichtung erklärt uns am besten die Fähigkeit der Neurotiker, ihre Übertragung in den Dienst des Widerstandes zu stellen.
Anziehung 162 Anziehung des Ubw
Ätiologie 159 mitgebrachte Anlage und von Einwirkungen auf ihn während seiner Kinderjahre... Vorwurf, als hätten wir die Bedeutung der angeborenen (konstitutionellen) Momente geleugnet.
Aufdeckung 163 165 erotische Übertragung wirkt in Anstalten nicht so hemmend, da sie dort wie im Leben beschönigt, anstatt aufgedeckt ...
Darwinismus ² 159 übrigens könnte man es wagen, die Konstitution selbst aufzufassen als den Niederschlag aus der akzidentellen Einwirkungen auf die unendlich grosse Reihe der Ahnen.
Denken ² 167 diese Gefühlsregungen in den Zusammenhang der Behandlung und in den seiner Lebensgeschichte einzureihen, sie der denkenden Betrachtung unterzuordnen und nach ihrem psychischen Werte zu erkennen.
Deutung ² 165 durch Bewusstmachen die Übertragung "aufheben".
Gefühle 165 alle unsere im Leben verwertbaren Gefühlsbeziehungen von Sympathie, Freundschaft, Zutrauen und dergleichen sind genetisch mit der Sexualität verknüpft und haben sich durch Abschwächung der Sexualziele aus rein sexuellen Begehrungen entwickelt.
Gegensatzpaare 166 b. der Zwangsneurose ... frühzeitige "Trennung der Gegensatzpaare" für das Triebleben charakteristisch und eine ihrer konstitutionellen Bedingungen.
Grundregel, psychoanalytische 167 [Ersterwähnung]
Halluzinationsfähigkeit 167 [Ersterwähnung]
Imago, Imagines 164 Die Aufklärung ihrer Rolle in der Kur gelingt aber nur, wenn man auf ihre Beziehung zum Widerstand eingeht.
Introversion 162 Introversion oder Regression der Libido
Inversion 161 die Libido. Der Anteil der bewusstseinsfähigen, der Realität zugewendeten Libido wird verringert, der Anteil der von der Realität abgewendeten, unbewussten, welche etwa noch die Phantasien der Person speisen darf, aber dem Ubw angehört, um soviel vermehrt.
Junktim 163 Forschungsarbeit (Analyse)
Klischee 159 das ergibt sozusagen ein Klischee (oder auch mehrere), welches im Laufe des Lebens regelmässig wiederholt, neu abgedruckt wird, insoweit die äusseren Umstände und die Natur der zugänglichen Liebesobjekte es gestatten, welches gewiss auch gegen rezente Eindrücke nicht völlig unveränderlich ist.
Komplex 163 pathogener Komplex
Konstitution 159 Konstitution und Zufall bestimmen das Schicksal eines Menschen.
Libido 164 im Besitze infantiler Imagines geblieben ist.
Libidobesetzung 160 es ist also völlig normal und verständlich, wenn die erwartungsvoll breit gehaltene Libidobesetzung des teilweise Unbefriedigten sich der Person des Arztes zuwendet.
Liebesbedürftigkeit 160 wessen Liebesbedürftigkeit nun von der Realität nicht restlos befriedigt wird, der muss sich mit libidinösen Erwartungsvorstellungen jeder neu auftretenden Person zuwenden, und es ist durchaus wahrscheinlich, dass beide Portionen seiner Libido, die bewusstseinsfähige wie die ubw, an dieser Einstellung Anteil haben. 162 wessen Liebesbedürftigkeit
Persönlichkeit 160 die bw Persönlichkeit 162 die der Persönlichkeit verfügbare Libido
Psychiatrie ² 161 in Anstalten, in denen Nervöse nicht analytisch behandelt werden, die höchsten Intensitäten und die unwürdigsten Formen einer bis zur Hörigkeit gehenden Übertragung, auch die unzweideutigste erotische Färbund derselben. 166 f. die Genesung ist es nämlich recht gleichgültig, ob der Kranke in der Anstalt diese oder jene Angst oder Hemmung überwindet, es kommt vielmehr darauf an, dass er auch in der Realität seines Lebens davon frei wird.
Realität 160 die Anziehung der Realität nachgelassen hatte. 162
Regression 162 die Libido hat sich /ganz oder teilweise) in die Regression begeben und die infantilen Imagines wiederbelebt. 162 Introversion oder Regression der Libido.
Reihen 159, 160 sie wird den Arzt in eine der psychischen "Reihen" einfügen, die der Leidende bisher gebildet hat.
Sexualobjekt 165 ursprünglich haben wir nur Sexualobjekte gekannt.
Suggestion 165 insofern gestehen wir gerne zu, die Resultate der Psychoanalyse beruhte auf Suggestion... die Beeinflussung eines Menschen vermittels der bei ihm möglichen Übertragungsphänomene.
Technik 161 wenn die freien Assoziationen eines Patienten versagen, jedesmal die Stockung beseitigt werden kann durch die Versicherung, er stehe jetzt unter der Herrschaft eines Einfalles, der sich mit der Person des Arztes ... beschäftigt.
Therapieziel 167 Aufspürung der dem Ubw abhanden gekommenen Libido. 167 die ubw Regungen wollen nicht erinnert werden, wie es die Kur wünscht.
Traum/Analyse (Analogie) 167 die Reaktionen, die man erzielt, bringen nun manches von den Charakteren ubw Vorgänge ans Licht, wie wir sie durch das Studium d. Träume kennengelernt haben. Die ubw Regungen wollen nicht erinnert werden, wie die Kur es wünscht, sondern sie streben danach, sich zu reproduzieren, entsprechend der Zeitlosigkeit und der Halluzinationsfähigkeit des Ubw. 167 ähnlich wie im Traume die Ergebnisse der Erweckung seiner ubw Regungen Gegenwärtigkeit und Realität; er will seine Leidenschaften agieren, ohne auf die reale Situation Rücksicht zu nehmen.
Triebe 159 welche Triebe er dabei befriedigt.
Übertragung 159 160 bei neurotischen Personen in der Analyse soviel intensiver ausfällt als bei anderen. Die Übertragung als der stärkste Widerstand gegen die Behandlung entgegentritt. 161 sonst der mächtigste Hebel des Erfolgs, in das stärkste Mittel des Widerstandes verwandelt. Diese Charaktere der Übertragung sind also nicht auf Rechnung der Psychoanalyse zu setzen, sondern der Neurose selbst zuzuschreiben. 163 Zeugnis der Erfahrung. 163 hier tritt nun nach dem Zeugnis der Erfahrung die Übertragung ein. 163 aus dem Komplexstoff (dem Inhalt des Komplexes) der sich dazu eignet, auf die Person des Arztes übertragen zu werden. 164 Entstellung durch Übertragung ... alle Konflikte auf dem Gebiete der Übertragung ausgefochten werden müssen. 164 Als Mittel des Widerstandes ... will der Analysierte erzielen, wenn er das Objekt seiner Gefühlsregungen mit dem Arzt zusammenfallen lässt. 164 "positive" Übertragung von einer "negativen" zu sondern... die Übertragung zärtlicher Gefühle von der feindseliger ... 165 die positive Übertragung zerlegt sich dann. 165 durch Bewusstmachen der Übertragung aufheben 165 die andere, bewusstseinsfähige und unanstössige Komponente bleibt bestehen ... Trägerin des Erfolges. 166 erotische Übertragung wirkt in Anstalten nicht so hemmend, da sie dort wie im Leben beschönigt, anstatt aufgedeckt ... 165 erotische Übertragung: äussert sich als Widerstand gegen die Genesung ... ihn vom Leben ferne hält. 166 negative Übertragung: bei den heilbaren Formen von Psychoneurosen finden sie sich neben der zärtlichen Übertragung. 166 Wo die Übertragungsfähigkeit im wesentlichen negativ geworden ist, wie bei den Paranoiden, da hört die Möglichkeit der Beeinflussung ... auf. 167 Übertragungsphänomene: Kampf zwischen Arzt und Patienten, zwischen Intellekt und Triebleben, zwischen Erkennen und Agierenwollen spielt sich fast ausschliesslich an den Übertragungsphänomenen ab ... 167 die Bezwingung der Übertragungsphänomene ... 168 dass gerade sie uns den unschätzbaren Dienst erweisen, die verborgenen und vergessenen Liebesregungen des Kranken aktuell und manifest zu machen, denn schliesslich kann niemand in absentia oder in effigie erschlagen werden.
Übertragungswiderstand 163 immer wieder wird ..., zuerst der zur Übertragung befähigte Anteil des Komplexes ins Bw vorgeschoben und mit der grössten Hartnäckigkeit verteidigt. 164 zunächst immer nur als die stärkste Waffe des Widerstandes. 166 wer sich den richtigen Eindruck davon geholt hat, wie der Analysierte aus seinen realen Beziehungen zum Arzt herausgeschleudert wird, sobald er unter die Herrschaft eines ausgiebigen Übertragungswiderstandes gerät, ... die Freiheit herausnimmt, die psychoanalytische Grundregel zu vernachlässigen [Ersterwähnung des Übertragungswiderstandes].
Ubw 167 Zeitlosigkeit und der Halluzinationsfähigkeit des Ubw.
Vaterimago 160 (Jung) auf die Uebertragung ist nun dieses Vorbild nicht gebunden, sie kann auch nach der Mutter- oder Bruderimago erfolgen.
Verdrängung 162 die seither in dem Individuum konstituierte Verdrängung der ubw Triebe und ihrer Produktionen aufgehoben werden.
Versagung 162 der Befriedigung
Vorbilder 160 unserer Voraussetzung gemäss wird sich diese Besetzung an Vorbilder halten, an eines der Klischees anknüpfen, die bei den betreffenden Person vorhanden sind.
Widerstand 160 Die Übertragung als der stärkste Widerstand gegen die Behandlung entgegentritt. 162 grossartiger Anteil des Widerstandes, der ja so häufig die Krankheit fortbestehen lässt... Quellen des Widerstandes: Versagung der Befriedigung. Der Widerstand begleitet die Behandlung auf jedem Schritt, jeder einzelne Einfall, jeder Akt des Behandelten muss dem Widerstand Rechnung tragen, stellt sich als ein Kompromiss aus den zur Genesung zielenden Kräften und den angeführten, widerstrebenden dar. 165 Widerstandsphänomene: nicht auch bei indifferenter Behandlung, z.B. in Anstalten zum Vorschein kommen ... sie zeigen sich auch dort ... verlässt die Anstalt ungeändert oder rückfällig ... 166 die Ambivalenz der Gefühlsrichtung erklärt uns am besten die Fähigkeit der Neurotiker, ihre Übertragung in den Dienst des Widerstandes zu stellen.
Widerstände ¹ 162 wo die analytische Forschung auf die in ihre Verstecke zurückgezogene Libido vorstösst, muss ein Kampf ausbrechen; alle die Kräfte, welche die Regression der Libido verursacht haben, werden sich als "Widerstände" gegen die Arbeit erheben, um diesen neuen Zustand zu konservieren.
Wirkung (d. Therapie) 165 für die endliche Selbständigkeit der Kranken sorgen wir, indem wir die Suggestion dazu benützen, ihn eine psychische Arbeit vollziehen zu lassen, die eine dauernde Verbesserung seiner psychischen Situation zur notwendigen Folge hat.
Wissenschaftstheorie 159 in deskriptiver Weise159 Die Psa hat über die akzidentellen Faktoren der Ätiologie viel, über die konstitutionellen wenig geäussert. Aber nur darum, weil sie zu den erstern etwas Neues beibringen konnte, über die letzteren hingegen zunächst nicht mehr wusste, als man sonst weiss. Wir lehnen es ab, einen prinzipiellen Gegensatz zwischen beiden Reihen von ätiologischen Momenten zu statuieren... 159 Die Aufteilung der ätiologischen Wirksamkeit zwischen den beiden wird sich nur individuell und im einzelnen vollziehen lassen. 159 Enge des Kausalbedürfnisses der Menschen, welches sich im Gegensatz zur gewöhnlichen Gestaltung der Realität mit einem einzigen verursachenden Moment zufrieden geben will. 162 (Fn) die ausserordentliche Verschlungenheit des in dieser Arbeit behandelten Themas legt die Versuchung nahe, auf eine Anzahl von anstossenden Problemen einzugehen, deren Klärung eigentlich erforderlich wäre, ehe man von den hier zu beschreibenden psychischen Vorgängen in unzweideutigen Worten reden könnte. 164 die Antwort wird durch die Erfahrung gegeben.
Zeitlosigkeit 167 [Ersterwähnung]
Zwangsneurose 166 bei der Zwangsneurose ... frühzeitige "Trennung der Gegensatzpaare" für das Triebleben charakteristisch und eine ihrer konstitutionellen Bedingungen.
 
* sofern nichts anderes vermerkt beziehen sich alle Seitenzahlen auf die "Freud-Studienausgabe"
in 10 Bänden (mit Ergänzungsband), Frankfurt a. Main, 1982
¹ Erwähnung "avant la lettre"
² Erwähnung der Sache nach (implizit), ohne Begriffsnennung im betreffenden Freud-Text